Tipps für Eigentümer, Mieter, Handwerker und Hausverwalter

Bitte beachten Sie:
Die nachfolgenden Tipps und Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und zusammengestellt. Der Autor ist weder Rechtsanwalt noch Gutachter, der Inhalt der Website stellt keine Rechtsberatung dar und die Hinweise sind ohne jegliche Gewähr.
Bitte lassen Sie sich im Zweifel von einem Mieter- oder Eigentümerverband oder von einem Rechtsanwalt beraten.

Wer muss Rauchmelder einbauen und wer kontrolliert das?

In Deutschland regeln die Bauordnungen der Bundesländer, ob bei Neubauten bzw. umfangreichen Umbauten Rauchwarnmelder eingebaut werden müssen und bis wann bestehende Wohnungen nachzurüsten sind.

Zum Kauf der Rauchwarnmelder und deren fachgerechten Einbau ist in allen Bundesländern (außer in Mecklenburg-Vorpommern) der Eigentümer der Wohnung verpflichtet. Die Kosten können als Modernisierungsmaßnahme auf die Kaltmiete umgelegt werden (11 Prozent pro Jahr).

Für die Nachrüstung vorhandener Wohnungen ist keine Kontrolle vorgesehen. Bei Bewohnern von eigenen Wohnungen setzt man auf deren Einsicht, dass Rauchwarnmelder im Brandfall Leben retten können. Eigentümer von vermieteten Wohnungen können sich eine Nicht-Ausrüstung nicht leisten. Denn nach einem Brand mit Personenschaden wird sich der Staatsanwalt dafür interessieren, ob Rauchwarnmelder eingebaut und ordnungsgemäß gewartet wurden. Bei Neubauten und umfangreichen Umbauten erfolgt in der Regel eine Abnahme durch das Bauamt, zumindest aber durch den Architekten bzw. Bauvorlageberechtigten. Die Abnahme ist abhängig von der Einhaltung aller Bauvorschriften. Dazu gehört auch der Einbau von Rauchwarnmeldern.

Fehlt in der Bauordnung eine Festlegung der Zuständigkeit für Einbau und Wartung (wie zum Beispiel in Hamburg), obliegen diese Pflichten dem Eigentümer im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht.

Der Begriff “Wartung” kommt in den Landes-Bauordnungen im Zusammenhang mit Rauchwarnmeldern nicht vor. In den Bauordnungen der meisten Bundesländer ist formuliert:

„Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzerinnen und Besitzern, es sei denn, die Eigentümerinnen oder die Eigentümer haben diese Verpflichtung übernommen.“

Das heißt, für die “Wartung” ist der Mieter zuständig, wenn der Vermieter diese Aufgabe nicht freiwillig übernimmt.

Rauchmelderpflicht für Vermieter Schauen Sie sich dazu auch das Video Rauchmelderpflicht für Vermieter an
oder lesen Sie den Artikel
Sicherstellung der Betriebsbereitschaft
im Forum Rauchwarnmelder-Profis.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Vorgaben der Landes-Bauordnungen zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen.

Bundesland Neu- und Umbau Nachrüstung Bestand bis Verantwortlich für Einbau im Bestand ** Verantwortlich für Betriebs-bereitschaft
Baden-Württemb. X 31.12.2014 Eigentümer Besitzer
Bayern X 31.12.2017 Eigentümer Besitzer
Berlin

Brandenburg

Bremen X 31.12.2015 Eigentümer Besitzer
Hamburg X 31.12.2010 Eigentümer * Eigentümer *
Hessen X 31.12.2014 Eigentümer Besitzer
Mecklenburg-Vorp. X 31.12.2009 Besitzer Besitzer
Niedersachsen X 31.12.2015 Eigentümer Besitzer
Nordrhein-Westf. X 31.12.2016 Eigentümer Besitzer
Rheinland-Pfalz X 11.07.2012 Eigentümer * Eigentümer *
Saarland X Bauherr Eigentümer *
Sachsen

Sachsen-Anhalt X 31.12.2015 Eigentümer * Eigentümer *
Schleswig Holstein X 31.12.2010 Eigentümer Besitzer
Thüringen X 31.12.2018 Eigentümer * Eigentümer *

Stand: Juni 2014 – Alle Angaben ohne Gewähr

*) geht aus der Landesbauordnung nicht eindeutig hervor
**) Bei Neubauten und umfangreichen Umbauten ist für den Einbau der Bauherr verantwortlich.

Darf ich die Rauchwarnmelder in meiner Wohnung selbst montieren?

Für Eigentümer von selbst genutztem Wohnraum gilt: Ja, natürlich!

Auch Eigentümer von vermieteten Wohnungen dürfen Rauchwarnmelder in den eigenen Wohnungen einbauen!

Es gibt kein Gesetz und keine Vorschrift, die den Einbau von Rauchwarnmeldern regelt. Allerdings sollte man sich sicher sein, dass man weiß, was man tut. Schließlich handelt es sich um technische Geräte, die im Falle eines Brandes das Leben der Bewohner retten sollen. Ein “möglichst billiger” Rauchwarnmelder aus dem Baumarkt erfüllt diese Aufgabe vielleicht nicht optimal – vor allem dann nicht, wenn er nicht an der richtigen Stelle montiert und nicht richtig gewartet ist.

Experten haben die Erfahrungen aus vielen Jahren in der DIN 14676 – Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung – zusammengefasst. Insbesondere Dienstleister, die Rauchwarnmelder im Auftrag der Eigentümer montieren oder warten, sollten die Vorgaben der DIN 14676 einhalten. Zum Nachweis der Qualifikation muss eine Prüfung absolviert werden (siehe unten). Eigentümer und Vermieter sollten unbedingt darauf achten, nur eine “geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder” zu beauftragen.

Auch wer Rauchwarnmelder in der eigenen Wohnung selbst montiert, sollte den Einbau und die Wartung dokumentieren.

Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?

Ein verantwortungsbewusster Bewohner möchte wahrscheinlich nicht auf das Ende irgendwelcher Übergangsfristen warten, sondern zu seiner eigenen Sicherheit seine Wohnung sofort mit Rauchwarnmeldern ausrüsten. Es stellt sich die Frage, ob er von seinem Vermieter verlangen kann, die Rauchwarnmelder auch schon vor dem Ende der Frist anzuschaffen und in seiner Wohnung zu montieren.

Diese Frage wurde bisher noch von keinem Gericht eindeutig beantwortet. (Falls jemand andere Informationen hat, bitte unbedingt als Kommentar (unten) mitteilen!)

In einem Fall, in dem ein Mieter den Zutritt zu seiner Wohnung kurz vor dem Ende der Übergangsfrist in Rheinland-Pfalz verwehrt hat, führt die Richterin in der Urteilsbegründung aus:

“[...] besteht hier die Besonderheit, dass es sich bei §44 Abs. 8 Satz 2 LBauO um eine Übergangsvorschrift handelt. Der Antragsteller hatte zwar mithin seit 12.07.2007 Zeit, Rauchmelder in der vom Antragsgegner genutzten Wohnung einzubauen, Eine Rechtsverpflichtung, das Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen, besteht jedoch erst seit Ablauf der Übergangsfrist. [...]”

Landgericht Landau in der Pfalz, AZ: 3 T 139/12, Beschluss vom 27.07.2012

Das impliziert, dass im Umkehrschluss ein Mieter auch vor dem Ende der Übergangsfrist keinen Rechtsanspruch auf die Ausstattung seiner gemieteten Wohnung mit Rauchwarnmeldern hat.

Der Mieter ist hier in einer Zwickmühle, denn ein anderes Urteil (AG Hamburg-Blankenese, AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.”

Demnach muss der Mieter akzeptieren, dass der Vermieter “eigene” Rauchwarnmelder installieren lässt – und das eben wann er will, solange es vor dem Ende der Übergangsfrist ist. Es wird hier sicher noch klärender Urteile bedürfen.

Müssen auch in gewerblich genutzten Räumen, Büros und Praxen Rauchwarnmelder eingebaut werden?

In den Bauordnungen der meisten Bundesländer wurde der Abschnitt “Wohnungen” durch die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern ergänzt oder – wie in Hessen – klar formuliert, dass Rauchwarnmelder nur in Wohnungen eingebaut werden müssen.

Nach der Bauordnung Baden-Württemberg müssen “Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit” mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden. Die Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg betrifft daher nicht ausschließlich Wohnungen, sondern erstmals werden auch Pflegeeinrichtungen, Hotels, Kindergärten (mit Schlafräumen) usw. zum Einbau von Rauchwarnmeldern verpflichtet.

Keine Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern besteht dagegen durch die Änderung der Bauordnungen für gewerbliche Räume, Büros oder Praxen. Das Schutzziel eines Rauchwarnmelders ist, (schlafende) Personen frühzeitig vor Brandrauch zu warnen, um ihnen die Möglichkeit zur Flucht zu geben. In gewerblich genutzten Räumen geht man davon aus, dass ein Brand bemerkt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Für gewerbliche Räume werden ggf. im Einzelfall bauaufsichtliche Anforderungen an den Brandschutz gestellt. Zu berücksichtigen sind für Gewerberäume außerdem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten” ASR 2.2 – Maßnahmen gegen Brände. Die Richtlinie behandelt sowohl Maßnahmen zur Erkennung wie auch zur Bekämpfung von Entstehungsbränden.

Müssen bei Mehrfamilienhäuern Rauchwarnmelder im Treppenhaus oder Keller eingebaut werden?

Auch hier gilt: Die Änderung der Bauordnungen zum Einbau von Rauchwarnmeldern betreffen nur Wohnungen. Eine allgemeine Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Treppenhäusern oder Kellerräumen gibt es nicht.

Der Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Räumen von Mehrfamilienhäusern (zum Beispiel Keller, Speicher und Treppenräume) ist problematisch. Die Überwachung dieser Bereiche, insbesondere der Fluchtwege, kann sinnvoll sein. Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Bereichen sprechen.

Zum einen kann mit handelsüblichen Rauchwarnmeldern nicht ausgeschlossen werden, dass „Spaßvögel“ den Testknopf betätigen und die Bewohner wecken. Eventuell führt dies sogar zu einem Einsatz der Feuerwehr./p>

Zum anderen werden Bewohner unter Umständen bei einem Brand im Keller oder Treppen-haus veranlasst, auf Grund des Alarmsignals des Rauchwarnmelders die Wohnung zu verlas-sen. Das empfohlene Verhalten bei Brand im Treppenhaus ist aber: Wohnungstür schließen und am offenen Fenster auf Hilfe warten.

Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes sollten sich in gemeinschaftlich genutzten Bereichen eines Mehrfamilienhauses keine brennbaren Materialien befinden. Problematisch sind hier vor allem Kinderwagen, für die ein geeigneter Platz nicht zur Verfügung steht. Wenn von Waschmaschinen, Wäschetrockner usw. im Keller eine Brandgefahr ausgeht, sollten diese Bereiche durch Brandschutztüren (die dann natürlich auch geschlossen sein müssen) abgeschottet sein.

Die DIN 14676 sieht vor, dass die Bewohner über das richtige Verhalten im Brandfall zu informieren sind, wenn in gemeinschaftlich genutzten Bereichen Rauchwarnmelder installiert werden.

Was passiert, wenn trotz Pflicht kein Rauchmelder installiert ist?

Da weder in Deutschland noch in Österreich Kontrollen oder Strafen vorgesehen sind, passiert Nichts – solange es nicht brennt.

Kommt es zu einem Brand mit Personenschaden, sind Ermittlungsbehörden in den meisten Fällen mit der Aufklärung befasst. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit jemand danach fragen, ob Rauchwarnmelder installiert und regelmäßig gewartet wurden. Handelt es sich um eine vermietete Wohnung und der Vermieter ist für den Einbau der Rauchwarnmelder zuständig, kann es großen Ärger geben.

Die Gebäude-Versicherung wird unter Umständen versuchen, die Leistung zu kürzen und sich dabei auch eventuell auf einen statistischen Rückgang der Schadenshöhe in den Bundesländern, die bereits seit längerem eine Rauchmelderpflicht haben, berufen. Allerdings hat zumindest die Allianz-Versicherung richtig erkannt, dass Rauchwarnmelder einzig und allein den Zweck haben, Menschenleben zu retten und nicht den Brandschaden zu begrenzen (siehe Pressemeldung).

Ähnlich äußert sich der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GdV) zu dem Thema. In einem auf news-aktuell veröffentlichten Interview stellt Kathrin Jarosch klar, dass der fehlende Rauchwarnmelder für den Brand ursächlich sein müsste, damit es irgendeinen Einfluss auf den Versicherungsschutz hat.

Unabhängig von der Pflicht zum Einbau oder deren Kontrolle sollte sowohl für Eigentümer wie auch für Mieter die Sicherheit des eigenen Lebens und das der Familie oberste Priorität haben. Oder anders gefragt: Würden Sie sich und ihre Kinder im Auto nicht trotzdem anschnallen, wenn es für das Unterlassen keine Strafe gäbe?

Müssen Einbau und Wartung von Rauchwarnmeldern dokumentiert werden?

Die DIN 14676 führt im Kap. 6.1 zur Instandhaltung aus:

Die Funktionsfähigkeit jedes installierten Rauchwarnmelders muss regelmäßig überprüft und durch Instandhaltungsmaßnahmen sichergestellt werden. Der Rauchwarnmelder ist nach Herstellerangaben, jedoch mindestens einmal im Abstand von 12 Monaten, mit einer Schwankungsbreite von höchsten ± 3 Monaten einer Inspektion, Wartung und Funktionsprüfung der Warnsignale zu unterziehen.
Die Ergebnisse der Überprüfung und Maßnahmen sind zu dokumentieren.

Vor allem für Vermieter, aber auch für Eigentümer selbst genutzter Wohnungen und Mieter, empfehlen wir die Dokumentation mit dem
Gerätepass und Wartungsheft für Rauchwarnmelder.

Alle Rauchwarnmelder einer Wohnung oder eines Wohnhauses können in diesem Heft zusammenhängend und lückenlos dokumentiert werden. Betriebsanleitungen und andere wichtige Dokumente, die für die Wartung und Fehlersuche benötigt werden, sind immer griffbereit. Das Heft enthält außerdem Hinweise und Zeichnungen, wo und wie Rauchwarnmelder montiert werden sollten und eine Checkliste für die Wartung.

Viele Rauchmelder-Profis bieten ihren Kunden das Wartungsheft zur professionellen Dokumentation bereits an. Fragen Sie Ihren Fachmann!

Ist ein Wartungsvertrag erforderlich und sinnvoll?

In den Bauordnungen der meisten Bundesländer wurde die sogenannten “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” dem unmittelbaren Besitzer (in vermieteten Wohnungen also dem Mieter) übertragen. Einen Artikel dazu finden Sie im Forum Rauchwarnmelder-Profis. Es kann dort auch ein Formulierungsvorschlag für die “Vereinbarung zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern in vermieteten Wohnungen” heruntergeladen werden.

Lässt der Vermieter die Instandhaltung durch einen Dritten durchführen, muss er darauf achten, dass dieser die Arbeiten fachgerecht durchführt. Der aktuelle ‘Stand der Technik’ bezüglich Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern ist in der DIN 14676:2012 beschrieben.

Für den Eigentümer/Vermieter ist ganz wichtig, dass die beauftragte Fachfirma eine Dokumentation über die Instandhaltungsmaßnahmen nach DIN 14676 vorlegt. Denn nur mit diesem Dokument ist der Eigentümer aus der Verantwortung.

Die Kosten für die jährliche Wartung betragen zwischen 4,- und 8,- Euro pro Rauchwarnmelder und Jahr. Diese Kosten können in der Regel auf die Betriebskosten umgelegt werden. Hierzu sollte eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag abgeschlossen werden. Der Vermieter muss bei der Auswahl des Dienstleisters, neben der erforderlichen Qualifikation, natürlich auch die Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Kostenminimierung für die Mieter im Auge behalten.

Für kleinere Wohnungsbestände sollte der Eigentümer mit dem zuständigen Schornsteinfeger, Kaminkehrer, Rauchfangkehrer oder ihrem Hausmeisterservice sprechen. Viele der Kollegen haben eine Qualifikation nach DIN 14676 und sind ohnehin mindestens einmal jährlich im Haus.

Wer über einen eigenen Hausmeister verfügt, kann diesen zur “Fachkraft für Rauchwarnmelder” qualifizieren lassen (zum Beispiel hier).

Wer trägt die Kosten für die Wartung?

Das Amtsgericht Lübeck hat im Urteil vom 05.11.2007 (Az: 21 C 1668/07) festgestellt, dass die Kosten für die Wartung von Rauchwarnmeldern durch einen Dienstleister als laufende Betriebskosten umgelegt werden dürfen.

Leitsatz:

Ein Vermieter kann auch ohne entsprechende mietvertragliche Vereinbarung solche Betriebskosten auf den Mieter umlegen, die nach Abschluss des Mietvertrages aufgrund einer Modernisierung entstanden sind. Der erstmalige Einbau von Rauchmeldern ist als derartige Modernisierungsmaßnahme anzusehen.

Die Kosten der Überprüfung von Rauchmeldern stellen sonstige Betriebskosten i.S. des § 2 Nr.17 BetrKV dar. In Abgrenzung zu Instandsetzung und Instandhaltung ist die jährliche Funktionsprüfung von Rauchmeldern als Überprüfung der Funktionsfähigkeit elektrischer Anlagen eines Mietobjektes anzusehen, die nicht der Beseitigung von Mängeln dient.

Im Rahmen des Gebotes der Wirtschaftlichkeit ist es dem Vermieter erlaubt, die Wartung von Rauchmeldern an externe Dritte zu vergeben. Der Einwand, die Funktionsprüfung könne auch vom Mieter vorgenommen werden, greift nicht. Wegen der den Vermieter treffenden Verkehrssicherungspflicht und der Gewährleistung der Sicherheit aller Mieter ist es ihm nicht zuzumuten, darauf zu vertrauen, dass jeder Mieter die Verkehrssicherungspflicht erfüllt.

Im Urteil des Amtsgericht Bielefeld vom 30.03.2011 (Az: 17 C 288/11) wird hingegen festgestellt, dass die Umlage der Kosten für Wartung eines Rauchwarnmelder auf die Betriebskosten ohne mietvertragliche Vereinbarung nicht möglich ist.

In der Urteilsbegründung des AG Bielefeld wird Bezug genommen auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom 07.04.2004 (Az: VIII ZR 167/03), das klarstellt:

Leitsatz: Sonstige Betriebskosten i.S. v. Nr.17 der Anlage 3 zu § 27 II BV. a.F. (jetzt: § 2 BetrKV ) sind nur dann umlagefähig, wenn die Umlegung der im einzelnen bestimmten Kosten mit dem Mieter vereinbart worden ist.

Es ist demnach dringend zu empfehlen, die Wartungskosten für Rauchwarnmelder in einem Zusatz zum Mietvertrag zu vereinbaren.

Was sind die Vor- und Nachteile einer “Funkwartung”?

Einige der so genannten Energiedienstleister (z.B. techem und ista) haben in den vergangen Jahren in die Funkablesung der Heizkostenverteiler und Wasserzähler investiert. Ziel ist, die Wohnung zur Ablesung nicht mehr betreten zu müssen. Das spart Kosten für den Energiedienstleister und bereitet dem Mieter keine Unannehmlichkeiten.

Die Wartung von Rauchwarnmeldern kommt den Unternehmen eher ungelegen, da die DIN 14676 zumindest bis zur Neufassung 2012 eine “Sichtprüfung” im Rahmen der Inspektion und Wartung vorgesehen hat. Das würde bedeuten, man muss doch wieder in die Wohnung und der ganze Aufwand für die teuren Funk-HKV war umsonst.

Die Fassung 2012 der DIN 14676 wurde Anfang September 2012 verabschiedet und verzichtet, nicht zuletzt auf Betreiben der Energiedienstleister, auf die Formulierung “Sichtprüfung”. Im Vorwort der DIN 14676:2012 wird dazu ausgeführt:

“Um Innovation und neue Technologien nicht zu behindern, wurde im Abschnitt 6 (Instandhaltung) die bisherige Festlegung der Sichtprüfung durch eine Kontrolle mit Anforderungen ersetzt. Dies eröffnet die grundsätzliche Möglichkeit, auch andere gleichwertige Maßnahmen für die Inspektion einschließlich der Funktionsprüfung von Rauchwarnmeldern anzuwenden. Gleichwertige Maßnahmen werden in einer zukünftigen Änderung A1 der Norm spezifiziert, um diese gleichwertigen Maßnahmen als allgemein anerkannte Regeln der Technik zu etablieren.”

Zur Instandhaltung formuliert die DIN 14676:2012 in Abschnitt 6.2 nach wie vor, dass im Rahmen der Instandhaltung mindestens eine Kontrolle gehört, ob die Raucheindringöffnungen frei sind (z. B. Abdeckungen, Verschmutzung durch Flusen und Stäube), eine funktionsrelevante Beschädigung des Rauchwarnmelders vorliegt und die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Hindernissen (z. B. Einrichtungsgegenstände) ist, die das Eindringen von Brandrauch in den Rauchwarnmelder behindern.

Wird eine Verschmutzung der Raucheindringöffnungen festgestellt, so sind diese nach Herstellerangaben zu reinigen.

Darüber hinaus ist nach Absatz 6.3 gefordert, dass die Funktion überprüft werden muss, die zur akustischen Warnung den akustischen Signalgeber und ggf. die optische Individualanzeige des Rauchwarnmelders aktiviert.

Die Einhaltung dieser Kriterien sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen:

  • Reinigen der Eintrittsöffnungen
  • Austausch der Batterie (bzw. der kompletten Melders bei Geräten mit 10-Jahres-Batterie)
  • Austausch des Melders bei Funktionsmängeln

ist bei einer Sichtprüfung vor Ort ohne weiteren Aufwand möglich.

Bei einer wie auch immer gestalteten “Fernprüfung” muss zumindest in allen Fällen, in denen nicht einwandfrei die Funktion festgestellt werden kann, eine Sichtkontrolle und die sich daraus ergebenden Maßnahmen durchgeführt werden.

Rauchwarnmelder, die in der Lage sind, selbständig die Raucheintrittsöffnungen kontrollieren können und darüber hinaus selbständig feststellen können, ob die Umgebung von 0,50 m frei von Hindernissen ist, erfordern erheblichen technischen Aufwand. Die zusätzlichen Einrichtungen müssen darüber hinaus mit Strom versorgt werden. Die Kosten für solche Geräte mit zusätzlichen Detektoren und einer Batterie mit größerer Kapazität sind wahrscheinlich nicht unerheblich.

Berücksichtigt man die nach wie vor festgelegte Lebensdauer der Rauchwarnmelder von 10 Jahren und verteilt die zusätzlichen Kosten der Geräte auf diesen Zeitraum wird die Wartung eines Rauchwarnmelders insgesamt gesehen eher teurer als billiger. Es darf auch nicht vernachlässigt werden, dass ein wahrscheinlich nicht unerheblicher Teil der Wohnungen ohnehin zur Nachkontrolle bei unklaren Ergebnissen der selbständigen Prüfung (so sie denn zuverlässig möglich ist) betreten werden muss. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten dafür nicht der Dienstleister trägt.

Die Energiedienstleister sind bereits mit der Entwicklung von Geräten befasst, die ohne Sichtprüfung die Anforderungen an die Instandhaltung überprüfen können. Allerdings sind, wie oben aus dem Vorwort zitiert, die “gleichwertigen Maßnahmen” als Ersatz für die Sichtprüfung noch nicht vollständig definiert. Es werden voraussichtlich einige Monate vergehen, bis die genannte erneute Änderung (A1) der DIN 14676:2012 beschlussfähig ist. Aber auch Geräte, die dann dieser Norm entsprechen, müssen von einem anerkannten Prüfinstitut (zum Beispiel VdS) geprüft und zertifiziert werden, um in Europa eingesetzt werden zu können. Es wird damit gerechnet, dass die Prüfinstitute etwa 6 bis 12 Monate nach Verabschiedung der Neufassung benötigen werden, um die Prüfpläne anzupassen. Erst dann könnten Geräte zertifiziert werden – so es denn welche gibt.

Was ist die “Fachkraft für Rauchwarnmelder”?

Die aktuelle Fassung der DIN 14676 gibt Empfehlungen für den Nachweis der Kompetenz von Dienstleistungserbringern, die die Planung, den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern durchführen.

In Anlehnung an Artikel 26 der EG-Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG werden folgende Anforderungen gestellt:

  • Die Fachkraft für Rauchwarnmelder muss über einen Kompetenznachweis für die Projektierung, Installation und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern verfügen, der alle fünf Jahre zu aktualisieren ist.
  • Es wird empfohlen, Dienstleister mit Fachkräften für Rauchwarnmelder für Planung, Einbau und Instandhaltung zu beauftragen.

Im Anhang zur DIN 14676:2012 sind die Mindestvoraussetzung und Prüfungsinhalte für die Fachkraft für Rauchwarnmelder genannt:

Mindestvoraussetzung:

  • technisches Grundverständnis

Prüfungsinhalte der schriftlichen Prüfung:

  • Kenntnisse über die Funktionsweise und Einsatzgrenzen von Rauchwarnmeldern im Allgemeinen,
  • Kenntnisse der Inhalte DIN 14676 sowie der DIN EN 14604,
  • Kenntnisse über das Verhalten von Brandrauch,
  • Kenntnisse über die verwendeten Rauchwarnmelder.

Logo Q-geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676

Für Personen, die an der Prüfung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder teilnehmen und diese nach der Prüfungsordnung bestehen, dürfen bestimmte Anbieter von Seminaren ein Zertifikat mit dem Q-Label des Forum Brandrauchprävention e.V. ausstellen. Unternehmen, die mindestens eine Q-geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder fest angestellt haben, dürfen während der Gültigkeit des Zertifikats das Q-Label zu Marketingzwecken verwenden.

Seminar und Prüfung dauern etwa 6 – 8 Stunden (eintägig). Die Kosten betragen zwischen 120,- und 350,- Euro inkl. Prüfungsgebühren. Eine Auswahl von Anbietern finden Sie im Forum Rauchwarnmelder-Profis.

Was muss ich als Handwerker und Hausmeister beachten?

Schornsteinfeger, Kaminkehrer, Rauchfangkehrer aber auch Elektroinstallateure und selbständige Hausmeister sind bereits auf Grund ihrer Vorqualifikation, der handwerklichen Fertigkeiten und den meist vorhandenen Werkzeugen besonders für den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern geeignet.

Auch wenn die DIN 14676 kein verbindliches Gesetz ist, stellt sie den aktuellen “Stand der Technik” dar. Wer sich also mit dem Thema beschäftigt, sollte sich gut auskennen und sich nicht zuletzt zur eigenen Sicherheit zur “Fachkraft für Rauchwarnmelder” qualifizieren lassen.

Wer als Dienstleister seine Kunden objektiv beraten und hochwertige Geräte verschiedener Hersteller verkaufen will, sollte Mitglied im infra-pro Service-Netzwerk werden.

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56 Kommentar auf “Rauchwarnmelder – Tipps für Eigentümer, Mieter, Hausverwalter
  1. Redl Ernst sagt:

    unsere beiden Schlafzimmer sind keine “getrennte” Räume mit Türen sondern vom Zugang aus völlig offen und auch an den Raumdecken ohne hindernden Sturtz.
    Reicht es aus, nur im Zwischenraum einen Rauchmelder anzubringen?
    Ernst

    • Lars sagt:

      Wenn es sich jeweils um eigenständige Zimmer handelt, würde ich die Landesbauordnung so auslegen, dass in jedem Raum ein Rauchwarnmelder eingebaut werden muss. Sinn und Zweck des Rauchwarnmelders ist es, schlafende Personen nach Ausbruch eines Brandes zu wecken – und zwar so schnell wie möglich. Wenn der Brandrauch erst den Flur erreichen muss, kostet das wertvolle Sekunden, die den Bewohnern fehlen.

  2. Nina sagt:

    Gibt es eine Sonderregelung für Wohngemeinschaften? Wir haben in unserer 4er-WG einen Rauchmelder im Flur hängen und halten es für ziemlich überflüssig, zusätzlich in jedes Zimmer einen einzubauen. Da auch über und unter uns WGs sind, würde das in unserem Fall bedeuten, dass wir auf drei Stockwerken 13 Rauchmelder brauchen……..

  3. Inge C. sagt:

    hallo,

    wir wohnen in Düsseldorf / NRW in einer Wohnungsbaugenossenschafts-Siedlung mit 52 Mietparteien.
    Unsere Genossenschaft lässt jetzt in allen Wohnungen Rauchmelder anbringen durch ihre übliche Elektro-Firma, die hier auch alle anderen elektrischen Installationen durchführt.

    Für die jährliche Wartung sollte jeder Mieter einen Vertrag mit dieser Elektro-Firma abschließen, die dafür € 10,00 pro Rauchmelder / pro Jahr verlangt.

    Diverse Mieter sind mit diesen hohen Wartungskosten nicht einverstanden, zumal die Elektro-Firma ihren Sitz ganz in der Nähe hat und ohnehin laufend in unserer Siedlung tätig ist (also eigentlich keine Anfahrtskosten anfallen).

    Wie hoch sind übliche Wartungskosten?
    Mit wem könnten wir Mieter günstigere (aber ordnungsgemäße) Wartungsverträge abschließen?
    Was raten Sie?

    Vielen Dank im voraus für eine baldige Antwort
    Inge C.

    • Lars sagt:

      In diesem Kommentar wird von 2-3 Euro Wartungskosten pro Jahr und Rauchwarnmelder gesprochen. Das halte ich für günstig. Eine qualifizierte Fachkraft kann die Wartung kaum unter 3,- Euro durchführen. Der Aufwand ist nicht die Wartung selbst (die dauert nur wenige Sekunden), sondern die Terminvereinbarung, Anfahrt und Dokumentation. Durchschnittlich dauert eine Wartung pro Wohnung mit 3-4 Rauchwarnmeldern etwa 15 Minuten inklusive der Nebenleistungen, die der Mieter nicht unmittelbar mitbekommt.

      In NRW sind für die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” die unmittelbaren Besitzer verantwortlich; bei Mietwohnungen sind das die Mieter. Wörtlich ist in §49 Abs. 7 LBO-NRW formuliert:

      [...] Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen.

      Das heißt: Wenn Ihr Vermieter nicht bis 31.03.2013 mit Ihnen vereinbart oder zumindest explizit erklärt hat, dass er die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft übernimmt, dann sind Sie als Mieter selbst dafür verantwortlich. Die Wartung der Geräte ist eine von mehreren Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft. Wenn diese nicht Sache des Vermieters ist, kann er auch die Kosten dafür nicht als Betriebskosten umlegen.

      In den Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Rauchwarnmelderpflicht des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen heißt es unter Punkt 12:

      Wer trägt die Kosten für die Installation bzw. die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft?

      Der Bauherr/Eigentümer ist für die Ausstattung der Wohnung mit Rauchwarnmeldern zuständig und trägt somit auch die Kosten.

      Die Kosten, die dem Bauherr/Eigentümer durch die erstmalige Installation von Rauchwarnmeldern im laufenden Mietverhältnis entstehen, können im Rahmen der Modernisierungskosten (insgesamt maximal 11% jährlich der für die Wohnung aufgewendeten Kosten) auf den Mieter umgelegt werden. Hat der Bauherr/Eigentümer sich darüber hinaus verpflichtet, die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder sicherzustellen, so kann er jedenfalls bei entsprechender mietvertraglicher Vereinbarung deren Kosten ebenfalls auf den Mieter umlegen.

      Sofern ein Mieter die Wartung und den Batteriewechsel wahrnimmt, trägt er selbst die Kosten.

      Es gibt übrigens keine gesetzliche Verpflichtung, eine Inspektion und Wartung durch eine dafür qualifizierte Fachkraft ausführen zu lassen.
      Im Punkt 11 der vorgenannten Hinweise des Ministeriums heißt es:

      Was ist erforderlich, um die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder sicherzustellen?

      Die Funktionsfähigkeit der Rauchwarnmelder muss mindestens einmal jährlich überprüft werden. Dazu ist über die Prüftaste die akustische Warnung probeweise zu aktivieren. Die Raucheindringöffnungen müssen frei sein und bei Verschmutzung nach Herstellerangaben gereinigt werden. Die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder ist von Einrichtungsgegenständen freizuhalten. Die Batterie ist nach Angaben des Herstellers, jedoch spätestens wenn der Rauchwarnmelder eine Batteriestörmeldung aussendet, auszutauschen.

      Meiner Ansicht nach ist diese einmal jährliche Prüfung allerdings zu wenig. Richtig ist, die Prüfung nach den vom Hersteller in der Betriebsanleitung angegeben Intervallen durchzuführen. Hier ist meistens eine monatliche Prüfung durch Betätigung des Test-Knopfes empfohlen.

  4. Alexander sagt:

    Hallo,

    ich komme mir gerade etwas blöd vor, aber ich frage trotzdem…ich lese hier und woanders immer nur von einer “Rauchmelderpflicht in Wohnungen” (ab irgendwann); ist das wörtlich gemeint oder fallen auch “Häuser im Eigentum” darunter ?! Weil “Wohnung” “Wohnraum” und so.

    Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort,
    verwirrte Grüße,
    Alexander

    • Lars sagt:

      Eine Wohnung ist dadurch definiert, dass sie in sich abgeschlossen (einen eigenen Zugang hat) und zu Wohnzwecken geeignet ist – also wenigstens über einen zum Schlafen geeigneten Aufenthaltsraum verfügt. Die meisten Bauordnungen schreiben vor, dass Wohnungen eine Küche oder Kochnische sowie ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette haben müssen.

      Die “Wohnungen” im Sinne der Bauordnung kann sich also auch in einem Einfamilienhaus, Reihenhaus usw. befinden.

  5. Rosinsky sagt:

    Ich bin der Meinung, wenn das der Gesetzgeber fordert,muss der Vermieter dafür Sorge tragen und auch
    für die Wartung! Es kann nicht alles nur auf den Mieter umgelegt werden.
    Denn die Renten werden auch nur alle 10 Jahre gering angehoben. Aber 3 Rauchwarnmelder sollen im Jahr Miete und Wartung gleich 18,90 € kosten. Ist meiner Meinung zu hoch. Bitte um korrekte Antwort.

    • Lars sagt:

      Konkrete Antwort auf was? Sie haben keine Frage gestellt.

      Es gibt zwar Vermieter, die das etwas günstiger hinbekommen, aber unangemessen teuer erscheinen mir 18,90 Euro pro Jahr für 3 Rauchwarnmelder nicht.
      Ungefähr so viel zahlen Bewohner monatlich an Rundfunkgebühren, selbst wenn Sie weder Fernseher noch Radio haben.

    • Rouven sagt:

      Das Gesetz hat sich der Vermieter nicht ausgesucht. Im Gegenteil, davon hat der Vermieter überhaupt nichts außer Aufwand und Ärger mit seinen Mietern. Wen soll den der Rauchmelder schützen? Den Vermieter? Ich glaube eher nicht. Wenn also die Bewohner dadurch geschützt werden, warum soll dann der Vermieter dafür gerade stehen? Oder zahlt Ihnen Ihr Vermieter auch einen Fahrradhelm? Wenn das für Sie unsinnig und teuer ist (umgerechnet nicht mal 2 Bier im Monat), dann müssen Sie sich beim Gesetzgeber beschweren. Dann aber auch gleich die Trinkwasserverordnung, GEZ, Mineralölsteuer und EEG-Umlage mit ankreiden.

  6. Thomas Mittelsdorf sagt:

    Das ist doch völliger Bullshit. Rauchmelderpflicht?!? Bitte, was? Wo leben wir denn? Demnächst schlucken wir auch noch alle fleißig Blutverdünner, weil man uns sagt, dass wir dann ein geringeres Risiko haben einen Herzinfakt zu bekommen. Daran sterben statistisch mehr Menschen als Leute bei Feuer ums leben kommmen. Das ganze ist in meinen Augen ein Witz und eine Bevormundung. Einfach lächerlich….

  7. Flo.T. sagt:

    Hallo,

    Ich hab 2 Rauchmelder in meiner Wohnung die jedes Jahr gewartet werden. Angekündigt wird die Wartung über einen Aushang im Treppenhaus. Ist man beim ersten Termin nicht anwesend, wird ein zweiter Termin ausgehängt. Den dritten Termin muss man selbst vereinbaren und auch zahlen (was bei den ersten beiden Terminen nicht der Fall ist).
    Nun ist es so, dass ich für knapp zwei Monate ein Praktikum in einer anderen Stadt mache und nicht in meiner Wohnung bin. Die Warungsfirma hat sich bei meiner Vermieterin beschwert, dass ich nie anwesend bin…und ich nun den dritten Termin für 45€ mit der Firma ausmachen soll.
    Bin ich dazu verpflichtet diese Kosten zu zahlen? Woher sollte ich von dem Termin wissen, wenn ich nicht zu Hause bin?
    Vielen Dank für hilfreiche Antworten.
    MfG

  8. Zoll sagt:

    Wir haben das Haus vor 7 Jaren gekauft, sind zwei Wohnungen im Haus, im Erdgeschoß wohne ich und im 1. Obergeschoß wohnt der frühere Besitzer der Wohnrecht hat, also zahlt keine Miete an mich, nur seine Nebenkosten trägt er selbst. Haus ist in 1963 gebaut. Frage: muss ich trotzdem in beiden Wohnungen Rauchmelder instalieren? Muss der Wohnrechthabender Rauchmelder für seine Wohnung selber kaufen und instalieren? Weil eigentlich bin ich kein Vermieter, weil bekomme keine Miete für 1.Obergeschoß.

    • Lars sagt:

      Außer in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Besitzer die Rauchwarnmelder selbst einbauen muss, ist in allen anderen Bundesländern der Eigentümer für den Einbau verantwortlich.
      Die Begriffe “Mieter” und “Vermieter” kommen in den Bauordnungen nicht vor. Es geht immer um den “Besitzer” (in Mietwohnungen ist das Mieter) und den Eigentümer bzw. – bei Neubauten – den Bauherrn.
      Das Wohnrecht ist vermutlich nicht mit Eigentum gleichzusetzen. Ich nehme an, der im Grundbuch eingetragene Eigentümer sind Sie.

  9. Jimmi sagt:

    Hallo

    Ich Wohne in Hessen in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung, jetzt wurde bei einer Eigentümerversammlung beschlossen das in jeder Wohnung ein bzw. 2 Rauchmelder angebracht werden müssen. Da ich schon im Schlafzimmer und Flur einen angebracht habe, würde mich Interessieren ob ich verpflichtet bin einer Firma zu erlauben das sie neue Rauchmelder anzubringen, diese sollen im Jahr 30€ kosten, ist nicht die Welt aber es geht mal wieder ums Prinzip

    mfg

    Jimmi

    • Lars sagt:

      Zunächst mal sind “ein oder zwei Rauchwarnmelder” besser als Nichts. Die Hessische Bauordnung schreibt allerdings was anderes vor. Ein einzelner Rauchwarnmelder ist in den meisten Fällen zu wenig, da Wohnungen üblicherweise wenigstens über einen Flur und ein Schlafzimmer verfügen. Für jedes Kinder- und Gästezimmer kommt einer hinzu. Details dazu finden Sie hier. In dem Kästchen rechts können Sie die Informationen als PDF herunterladen und weitergeben.

      Die Frage, ob Rauchwarnmelder Sonder- oder Gemeinschaftseigentum sind und ob die WEG-Gemeinschaft mehrheitlich oder einstimmig den Einbau beschließen darf ist nicht klar. Es gibt dazu unterschiedliche Expertenmeinungen wie auch gegensätzliche Urteile. Das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek hat im Urteil AZ 740 C 31/10 begründet, dass Rauchwarnmelder Sondereigentum seien. Das OLG Frankfurt ist dagegen der Auffassung, Rauchwarnmelder seien Gemeinschaftseigentum (AZ 23 O 416/08).

      Das OLG Frankfurt begründet die Gültigkeit des mehrheitlichen Beschlusses zum Einbau von “Brand- bzw. Rauchwarnmeldern” mit der Gefährdung des Gemeinschaftseigentums bei einem Brand, der natürlich im Sondereigentum entstehen kann. Allerdings wird in der Begründung von einer “Brandmeldeanlage” in einer “Altenwohneinrichtungen” gesprochen:

      [...]
      Die beanstandete Brandmeldeanlage, mithin auch die Brand- bzw. Rauchwarnmelder in den Appartements, gehören zu den Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen und auch aus diesem Grund gemäß § 5 Abs. 2 WEG gemeinschaftliches Eigentum sind (vgl. auch III. § 1 Abs. 2 Ziffer 2), 2. Abs. und III. § 1 Abs. 2 Ziffer 3) e) der oben bezeichneten notariellen Urkunde vom 30.12.1992). Ihr Zweck ist darauf gerichtet, als Sicherheitsvorkehrung der Gesamtheit der Wohnungseigentümer – und nicht nur dem jeweiligen Sondereigentümer – einen sicheren Gebrauch der Wohnung und der Wohnanlage zu gewährleisten. Ein etwa im Sondereigentum ausbrechender Brand macht nicht an den Grenzen des Sondereigentums Halt, sondern gefährdet auch das Gemeinschaftseigentum.
      [...]
      Ausgehend von den diesbezüglich besonderen Gefahren einer Altenwohnanlage, dem fachkundigen Hinweis der zuständigen Feuerschutzbehörde auf diesen allgemein bestehenden Gefahrenzustand und dem weiteren Hinweis im genannten Schreiben, dass eine Tendenz zur Forderung dieser Maßnahmen allgemein zu beobachten sei und sich die Umsetzung in künftig gültiges Recht an verschiedenen Stellen abzeichne, entsprach die Maßnahme im oben beschriebenen Sinne ordnungsgemäßer Verwaltung.
      [...]

      Der definierte Zweck eines Rauchwarnmelders ist, die (eventuell schlafenden) Bewohner im Raum, bestenfalls in der Wohnung, vor dem lebensgefährlichen Rauch eines entstehenden Brandes so früh wie möglich zu warnen. Personen in der Wohnung haben so die Möglichkeit, Maßnahmen einzuleiten, vorzugsweise sich in Sicherheit zu bringen.

      Gemäß dieser Definition nutzt ein Rauchwarnmelder der Eigentümergemeinschaft wenig bis garnichts. Meiner (unmaßgeblichen) Meinung nach gehört ein Rauchwarnmelder eindeutig zum Sondereigentum, was zur Folge hat, dass die WEG nicht den Einbau beschließen kann. Diese Auffassung vertritt auch das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek in seiner Urteilsbegründung vom 12.06.2010 (siehe oben).

      Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, eine Fachfirma mit dem Einbau und der jährlichen Wartung zu beauftragen. Allerdings sollten dann die Vorgaben der Landes-Bauordnung und die einschlägigen Regeln (DIN 14676) beachtet werden. Darüber hinaus sind 15,- Euro pro Jahr und Rauchwarnmelder (womöglich bei einem Wartungsvertrag über 10 Jahre) recht teuer. Ein guter Rauchwarnmelder mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie (und Hersteller-Garantie über 10 Jahre) kostet etwa 30,- Euro, die jährliche Wartung höchstens 5,- Euro pro Gerät. Hat ihre Eigentümergemeinschaft mehrere Angebote verglichen?

      • Lars sagt:

        Hier eine aktuelle Ergänzung und Richtigstellung:

        Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem jetzt veröffentlichten Urteil (V ZR 238/11 vom 08.02.2013) festgelegt, das Wohnungseigentümergemeinschaften den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen jedenfalls dann beschließen können, wenn das Landesrecht eine entsprechende eigentumsbezogene Pflicht vorsieht. Rauchwarnmelder, die aufgrund eines Beschlusses der Wohnungseigentümer angebracht worden sind, stehen nicht im Sondereigentum.

  10. Arnulf Müller sagt:

    eine Frage, wer muss die Rauchmelder bezahlen???? Mein Vermieter meint ich muss die neuen Melder bezahlen.
    Stimmt das!!!! Über eineInfo wäre ich recht Dankbar..

    • Lars sagt:

      Bis auf Mecklenburg-Vorpommern ist in allen Landes-Bauordnungen, in denen die Rauchmelderpflicht bereits aufgenommen wurde, der Eigentümer (Vermieter) zum Einbau von Rauchwarnmeldern verpflichtet.
      Bitte schauen Sie hier nach, wie das in Ihrem Bundesland geregelt ist. Sie können die Zusammenfassung auch als PDF herunterladen (im Kasten auf der rechten Seite) und Ihrem Vermieter als Information zukommen lassen.

      • Matthias sagt:

        Wenn der Vermieter mir dann aber die Auswahl und die Anbringung überläßt (bzw. wie in meinem Fall fetsstellt, fein, da hängen schon welche), wäre mir das aber teils lieber als wenn ich mit dem billigsten, das gerade noch geht, zwangsbeglückt werde und meine eigenen guten daneben vielleicht gnadenhalber hängen lassen darf oder auch nicht mal das. Unseren Vermieter (große Wohnungsgesellschaft) muß ich gerade aufwecken, wie er das zu tun gedenkt bei Mietparteien, die schon längst auf eigene Kosten gut und umfassend “verrauchmelderte” Wohnungen haben einerseits, und wie lang er bis zum Ende der Übergangsfrist andererseits warten will bei Wohnungen, die noch nichts haben und wo der Mieter gerne sich ein Gerät auf Vermieterkosten einbauen läßt und deshalb auf jede eigene Anschaffung verzichtet – rauchmelderlos bis (in Bayern) schlimmstenfalls noch Ende 2017!!).

  11. Kathleen sagt:

    Wie sieht es in NRW nach Verabschiedung des Gesetzes mit der Umsetzung durch den Verwalter einer Eigentumswohnungsanlage aus? Wird der Verwalter im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht auf den ordnungsgemäßen Einbau, Prüfung und Wartung von RM zur Verantwortung gezogen? Viele Eigentümer haben bereits Rauchmelder installiert und wollen keinen Eingriff in Ihr Sondereigentum zulassen, in dem der Verwalter Firmen für die jährliche Wartung beauftragt. Kann eine schriftliche Übernahme der Gesetzesforderungen durch den Eigentümer die Haftung des Verwalters ausschließen? Oder ist die “Wohnung” wirklich dann als “Sondereigentum” zu betrachten?

  12. Rena sagt:

    Rauchmelder sollten – entgegen manch kluger Ratschläge – in erster Linie in der Küche angebracht werden. Mein Rauchmelder ist in der Küche durch kokelndes Fett in der Pfanne schon mehrfach angesprungen, nicht aber bei normalem Küchendunst. Auch der Keller- u. Waschküchenbereich ist sehr wichtig.
    Jede Wohnung sollte schon vom Verstand her vom Bewohner mit Rauchmelder(n) ausgestattet werden, egal, ob das jeweilige Bundesland Vorschriften für Vermieter erläßt oder z. B. erst in 2016 erlassen will. Denn die eigene Sicherheit und die der Familie sollte jedem wichtig sein! – Sie kosten ja auch kein Vermögen.

    • Lars sagt:

      Das kann ich grundsätzlich bestätigen – ich habe selbst einen Rauchwarnmelder in der Küche.
      Ein Rauchwarnmelder in der Küche erhöht bestimmt die Sicherheit. Wegen der Kochdünste neigen einfache Geräte aber auch zu Fehlalarmen (offiziell “Täuschungsalarmen”). Das ist u.a. auch von der Größe der Küche abhängig. Gesetzlich vorgeschrieben sind sie in der Küche nicht. Im Gegenteil, die DIN 14676 rät davon ab, wenn Täuschungslalarme nicht ausgeschlossen werden können. Diese Empfehlung in der Norm hängt bestimmt auch damit zusammen, mögliche Feuerwehreinsätze auf Grund von Fehlalarmen zu vermeiden.

      • Matthias sagt:

        Kann ich auch bestätigen. Gescheite Rauchmelder (hier Erfahrungen mit den alten, dicken, “Klassisch” ausssehenden britischen BRK) lassen sich von auch von Unmengen Wasserdampf in Küche und aus dem Bad nicht beeindrucken, schlagen aber zuverlässig bei zu scharf angebratenen Bratkartoffeln an – das zählt eindeutig zu Rauch.

  13. H. Kuhn sagt:

    Frage: Ich lese immer nur von den Rauchmeldern in Wohnungen. /evtl. die Gefahr für alle Mitbewohner größer)

    Gilt das auch defintiv für ein vermietetes Haus, hier Doppelhaushälfte in Hessen.

    Ich lasse das dann natürl. schnell nachrüsten.

    • Lars sagt:

      Mit der Bezeichnung “Wohnungen” in der Bauordnung sind natürlich auch Wohnungen in Einfamilienhäusern, Reihenhäusern, Doppelhaushälften, Wochenendhäusern usw. gemeint.

  14. Christa M. sagt:

    Wir wohnen in Rheinland-Pfalz in einer Eigentümer-Wohnanlage. Meine Frage: Sine hier im Treppenhaus Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben? In den Kellern stehen stehen elektr. Geräte und die Kellertüren sind keine Brandschutztüren.

    • Lars sagt:

      Die Rauchmelderpflicht in Rheinland-Pfalz (wie auch in den anderen Bundesländern) bezieht sich nur auf die Wohnung selbst. Unter den Begriff fallen natürlich auch Wohnungen in Einfamilienhäusern.
      In Mehrfamilienhäusern sind Rauchwarnmelder in den gemeinschaftlich genutzten Bereichen (z.B. Keller und Treppenhaus) nicht vorgeschrieben.

      Die Überwachung dieser Bereiche, insbesondere der Fluchtwege, kann sinnvoll sein. Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Bereichen sprechen. Zum einen kann mit “Heimrauchmeldern” nicht ausgeschlossen werden, dass “Spaßvögel” den Testknopf betätigen und die Bewohner wecken. Eventuell führt dies sogar zu einem Einsatz der Feuerwehr.
      Unter Umständen werden Bewohner bei einem Brand im Keller oder Treppenhaus veranlasst, auf Grund des Alarmsignals des Rauchwarnmelders die Wohnung zu verlassen. Das empfohlene Verhalten bei Brand im Treppenhaus ist aber: Wohnungstür schließen und am offenen Fenster auf Hilfe warten.

      Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes sollten sich in gemeinschaftlich genutzten Bereichen eines Mehrfamilienhauses keine brennbaren Materialien befinden. (Ich weiß, dass es schwer ist, den Kinderwagen mit in die Wohnung zu nehmen.) Wenn von Geräten im Keller eine Brandgefahr ausgeht, sollten diese Bereiche durch Brandschutztüren (die dann natürlich auch geschlossen sein müssen) abgeschottet sein.

      Ihre örtliche Feuerwehr wird sich sicher gerne die konkrete Situation ansehen und Ihnen Maßnahmen empfehlen.

  15. gluehwurm sagt:

    Ich finde es mal wieder Fragwürdig. Nicht den Einsatz vom RWM sondern, daß ein Vermieter im Baumarkt oder Discounter einen RWM für 3 Euro kauft und beim Mieter irgendwo hinschraubt. Wenn nach einem Jahr die Batt. leer ist, ist es Sache des Mieters (nach BayBo). Der Mieter muss die Wartung und Instandhaltung durchführen. Wo bitte ist in dieser ganzen Kette eine Fachkraft für Rauchwarnmelder. Und alles ist abgedeckt, da er ja nicht wissen konnte, daß der China-import nicht funktioniert im Erstfall sondern nur der Testknopf gut ist.

    Kommt etwas Gewerbliches dazu muss eine Qualifikation nachgewiesen werden. Ist OK, aber eine Wartung für 2€ halte ich für unrealistisch. Rüstzeit, Positionsbestimmung, Aussaugen, Durchblasen, Fuktionstest und evtl. Batt.-wechsel mit Protokoll, man muß ja rechtlich abgesichert sein. Dazu noch Anfahrt und alle fünf Jahre eine Prüfung für 300€ plus Arbeitsausfall für diesen Tag. Evtl. rentiert es sich für den Kaminkehrer.

    • Eiko sagt:

      @ gluehwurm
      ich muss Dir recht geben das es mit den billigen Rauchmeldern nicht weit her ist.Baumarkt ist da ein ganz böses Thema. Besser wäre es wenn nur Rauchmelder mit dem Q-Prüfzeichen verbaut werden dürften. Dann weis man das man einen Quailtäts Rauchmelder hat mit einer 10 Jahresbatterie die fest eingebaut ist.
      Zur Wartung:
      Die Wartungskosten betragen je nach Dienstleister zwischen 5-10€. Der Rauchmelder muss nicht alle 5 Jahre sondern jedes Jahr auf Funktion geprüft werden. Zur Wartung gehören Sicht und Funktionsprüfung,Überprüfung ob der Raucmelder nach DIN 14676 noch richtig angebracht ist(ob sich eine Raumnutzung geänderthat, bzw hohe Möbel aufgestellt wurden) und die Dokomentation.Das Reinigen kann man alle zwei Jahr machen. Viele Firmen bieten bereits die Rauchmelderprüfung zu Mieterfreundlichen Zeiten an. Das heißt das Termine zwischen 15-18 Uhr gemacht werden wo man Feierabend hat.

  16. peter kuehr sagt:

    ich wohne als eigentümer in einer kleinen wohneinheit von 2 mal sechs einheiten.meine frage ist: habe schon jahre lang rauchmelder in meiner wohnung werden auch immer geprüft und gewartet (bin feuerwehrmann)jetzt kommt mein hausverwalter und möchte nun sicherstellen das die rechteliche lage umgesetzt wird.wie gesagt ich habe schon welche mus ich diesen wartungsvertrag mit tragen oder sogar die evtl.neuen rauchmelder übernehmen. kann das jeder eigentümer nicht selbst übernehmen den wir sind uns so ziemlich einig.???

    • Lars sagt:

      Der Vermieter zeigt zumindest schon das nötige Maß an Verantwortungsbewusstsein wenn er sicherstellt, dass Rauchwarnmelder vorhanden sind.
      Ob der Vermieter als Eigentümer berechtigt oder sogar verpflichtet ist, eigene Rauchwarnmelder einzubauen (auch wenn der Mieter schon welche installiert hat) hängt vom Bundesland ab. In den Bauordnungen der Länder Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen (letztere noch nicht rechtskräftig) ist ausdrücklich genannt, dass der Eigentümer für den Einbau von Rauchwarnmeldern zuständig ist. Da der hier eindeutig in der Verantwortung ist, muss und kann er darauf bestehen dass Geräte eingebaut werden, die seinen Qualitätsanforderungen entsprechen. In den Bauordnungen der anderen Bundesländer mit Rauchmelderpflicht ist der Eigentümer nicht eindeutig genannt.
      Ein Urteil des AG Hamburg-Blankenese (AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt in einem ähnlichen Fall aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.”

      Wenn der Vermieter zum Einbau verpflichtet ist und sicherstellen kann, dass die bereits eingebauten Geräte die Anforderungen erfüllen, spricht im Grunde nichts gegen eine Übernahme der Geräte durch den Vermieter oder eine Abtretung seiner Verpflichtung an den Mieter. Das muss aber im Einzelfall vereinbart werden.

  17. Klaus Schulze sagt:

    ich habe fast alles gelesen und die Fragen und Antworten kann ich nachvollziehen.
    Das die Wartungskosten der Mieter in der Nebenkosten trägt. Aber es sollte im Mietvertrag vereinbahrt sein.
    Aber wer trägt die Material- und Einbaubaukosten?
    Zahlt diese Kosten der Mieter? Oder muß diese Koster der Vermieter tragen?

    gern hätte ich eine Antwort.

    Danke Klaus S.

    • Lars sagt:

      In den Bauordnungen der Länder (außer in Mecklenburg-Vorpommern) ist direkt oder indirekt festgelegt, dass der Eigentümer zur Ausrüstung bestehender Wohnungen bis zum Ende der Übergangsfrist verpflichtet ist. Als Modernisierungsmaßnahme können 11% der Kosten für Beschaffung und Einbau der Geräte auf die Kaltmiete umgelegt werden.

      Beispiel: 4-Zimmer Wohnung

      erforderlich sind 3 Rauchwarnmelder (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur)
      Kosten pro Rauchwarnmelder einschl. Einbau: 33,- Euro x 3 = 100,- Euro (gerundet)
      davon 11% = 11,- Euro pro Jahr

      Die (mögliche) monatliche Mieterhöhung beträgt also weniger als 1,- Euro.

      Dazu kommen allerdings noch Kosten für die jährliche Wartung in Höhe von 0,50 bis 1,00 Euro pro Monat.

  18. Harry Dospil sagt:

    Hallo, guten Tag,

    warum sind Rauchwarnmelder in Baden-Württemberg keine Pflicht?

    Für Ihre Nachricht vielen Dank im Voraus.
    Harry Dospil

  19. Monika E. sagt:

    Was nützen mir Rauchmelder in der Wohnung,wenn der Vermieter keine in Keller und Treppenhaus angebracht hat.Wenn es da mal brennt,haben wir keine Chance.Darf das sein???

    • Lars sagt:

      Die Bauordnungen der Länder sehen lediglich Rauchwarnmelder in den Wohnungen vor, nicht in den öffentlichen Bereichen eines Mehrfamilienhauses.
      Natürlich ist es sinnvoll, den Fluchtweg zu überwachen und die Bewohner zu alarmieren, wenn hier Rauch festgestellt wird.

      Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in öffentlichen Bereichen sprechen:

      - Wenn ein Rauchwarnmelder im Treppenhaus einen Brand meldet, ist das Treppenhaus bereits als Fluchtweg nicht mehr zu benutzen. Die Bewohner sollten die Feuerwehr rufen und am Fenster der Wohnung auf deren Eintreffen warten.
      - Ein Rauchwarnmelder im Treppenhaus kann eventuell von den (schlafenden) Bewohnern nicht wahrgenommen werden.
      - Marktübliche Rauchwarnmelder sind für öffentliche Bereiche nur bedingt geeignet. Problematisch ist unter anderem die Testfunktion. Scherzbolde, die es überall gibt, können mit einem Schirm oder Besenstiel den Testalarm auslösen. Je öfter das vorkommt, umso weniger werden die Bewohner bei einem echten Alarm reagieren. Unnötige Feuerwehreinsätze durch solche Scherze muss ggf. der Hausbesitzer zahlen.
      - Gegen mögliche Zerstörung oder Diebstahl der Rauchwarnmelder selbst müsste ein Schutzgitter oder ähnliches angebracht werden.

      Die Hauptfunktion eines Rauchwarnmelders ist, die (schlafenden) Bewohner vor einem Brand im Zimmer bzw. in der Wohnung zu warnen, um ihnen die Zeit zur Flucht aus der Wohnung zu verschaffen. Es geht hier vor allem um die tödlichen Brandgase, die bei einem Zimmerbrand entstehen. Bei einem Brand im Treppenhaus oder Keller ist diese Flucht aus der Wohnung nicht angebracht.

      Falls ein Gebäude auf Grund seiner baulichenen Gegebenheiten als besonders brandgefährdet eingeschätzt wird, ordnet die Baubehörde ohnehin besondere Maßnahmen zum Brandschutz an (z.B. einen zweiter oder dritter Fluchtweg, eine Brandmeldeanlage usw.).

      • Matthias sagt:

        Hmm, wenn bei Rauch vom Treppenhaus oder aus dem Keller erst der eigene Melder im Flur zum Schlafzimmer die Leute aufweckt, dann muß schon hinreichend Rauch in die Wohnung eingedrungen sein, im Schlimmsten Fall durch die in Kürze durchbrennende Wohnungstür. Wenn das Ding im Treppenhaus frpühzeitig schreit und noch nicht im eigenen Flur, hat man noch eine Vorwarndauer, und sollte als Einwohner trotzdem gewarnt sein und nicht einfach die Türe aufreißen. Wenn der erste Melder, der bei Rauch aus dem Treppenhaus oder dem Keller schreit, erst derjenige drinnen im eigenen Flur ist, bin ich u.U. schon 10 Minuten später (zu spät) dran, wenn durch eingedrungenen Rauch der eigene Flur (häufig der Weg zum Telefon!) bereits mehr oder weniger unbenutzbar ist.

  20. Matthias sagt:

    Was wird denn passieren, wenn ein Mieter bereits jetzt auf eigene Kosten seine Wohnung fachgerecht und evtl. besser als minimal gefordert mit Rauchmeldern ausgestattet hat. Wird da der Vermieter irgendwann kommen und die eigenen dazuhängen wollen (Unfug) oder verlangen, daß der Mieter seine eigenen entfernt?

    Individualvereinbarungen bei kleinen Vermietern sind das eine, der Dienstweg, un an festen Abläufen bei großen WOhnungsbaugesellschaften etc. vorbeizukommen ist das andere. Mir schwant da ein rechtes Tohuwabohu.

    Noch eins: Durch die Nachrüstpflicht für den VERmieter (mit Zeeeeeit bis 2017) ist natürlich jede Motivation für einen Mieter, selbst jetzt noch nachzurüsten gegen null, und je nach Geschwindigkeit, mit der der Vermieter selbst tätig wird, reagiert, bleibt die Wohnung dann im Zweifel umso länger völlig ungeschützt.

    • Lars sagt:

      Das stimmt, da gibt es noch Klärungsbedarf.
      Auf der Seite Tipps für … ist das unter der Überschrift “Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?” thematisiert.
      Tatsächlich muss der Mieter nach einem Urteil des AG Hamburg-Blankenese vom 16.02.2011 (AZ: 531 C 341/10) akzeptieren, dass der Vermieter “eigene” Rauchwarnmelder installieren lässt, auch wenn der Mieter selbst schon welche montiert hat. Den Zeitpunkt dafür kann der Vermieter nach eigenem Ermessen festlegen, solange es vor dem Ende der Übergangsfrist ist.
      Die langen Übergangsfristen von fünf Jahren sind ein Zugeständnis an die Wohnungswirtschaft. Zur Sicherheit der Mieter tragen sie nicht bei, denn nach unseren Erfahrungen werden Wohnungsbaugesellschaften frühestens 24 Monate vor dem Ende der Übergangsfrist aktiv (Ausnahmen bestätigen die Regel). In Österreich (Kärnten) wurde das pragmatischer geregelt. Da hat man im letzten Juli beschlossen, dass bis Ende Juni 2013 ausreichend Zeit ist, um Rauchwarnmelder in allen Wohnungen nachzurüsten.

  21. Regina sagt:

    Hallo
    Ich möchte wissen in welchen Zimmern ich die Rauchmelder in der whg haben muß.Vielleicht kann mir da einer helfen.Der eine sagt in jedem zimmer der wohnung der andere sagt flur küche und wohnzimmer.
    Was ist richtig?

    • Lars sagt:

      Details dazu finden Sie auf der Seite Montage und Wartung – Planung

    • Eiko sagt:

      hallo, rauchmelder sind in schlafräumen und fluren vorgeschrieben. wenn du in der küche einen rauchmelder anbringst wird der mit sicherheit täuschungsalarme ( fehlalarme) ausführen. dort kann man nur einen thermomelder instalieren. und bitte kaufe dir keine billigen baumarkt melder. die funktionieren in 90% nicht richtig und lösen einfach so aus.

      • Jochen Gerlach sagt:

        Hallo,
        nur eine kleine Richtigstellung:
        Nicht Schlafräume und Flur, sondern Schlafräume und die Fluchtwege daraus, d.h. richtig ist Schlafräume immer, Flure immer, aber öfters auch durchaus das Wohnzimmer, nämlich dann, wenn ich um ins Schlafzimmer zu gelangen durch das Wohnzimmer hindurch muss.

  22. Michael G. sagt:

    Ich nutze Rauchmelder bereits seit Jahren in meiner 2-Zi.-Wohnung. Bereits 2x sprangen sie mit ohrenbetäubenden Gepiepse an, weil ich es mit Räucherkerzen zur Weihnachtszeit wohl zu gut gemeint hatte und erst vorgestern beim Anbraten des Weihnachtschamauses. Also, sind die Dinger wirklich sinnvoll, denn sie lösen aus. Ich benötige keine staatliche Vorschrift dafür, wenn es mir um meine eigene Sicherheit geht.

  23. Max Schmeling sagt:

    RM – Anlagen sind ausschließlich durch qualifiziertes Personal – Elektromeister bzw. dessen Beauftragten zu installieren und auch zu warten. Elektrotechnische Abnahme nach DIN VDE 0100 – 600 VDE 0702 – sowie den Bestimmungen nach den örtlichen TAB 2000 / 2007 der ansässigen VNB. Wie oben erwähnt sind diese Bestimmungen in den entsprechen Landesbauordnungen vorgegeben.Ergänzende Vorschrift nach § 5 Absatz 4 der UVV(BGAV A2-3)„ Elektrische Anlagen und Betriebsmittel “. Es ist zwingend notwendig eine jährliche Sicht / Prüffunktion durchzuführen.

    • Lars sagt:

      Das ist für BMA (Brandmelde-Anlagen) weitgehend richtig. Für die Planung, Montage, Instandhaltung usw. von Brandmeldeanlagen genügt allerdings die Ausbildung zum Elektromeister nicht. Der Errichter muss nach DIN 14675 zertifiziert sein.

      Hier geht es allerdings um Rauchwarnmelder für Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung. Rauchwarnmelder kann und darf jeder Eigentümer oder Bewohner, der in der Lage ist die Betriebsanleitung zu lesen, selbst montieren, betreiben und warten.
      Für Dienstleister gilt (in Deutschland) die DIN 14676. Hier wird empfohlen, mit der Montage und Wartung nur Unternehmen zu beauftragen, die über eine “Fachkraft für Rauchwarnmelder” verfügen. Die Ausbildung zur Fachkraft ist ein halbtäger Kurs und eine anschließende Prüfung. Zugangsvoraussetzung ist lediglich ein “technisches Grundverständnis”.

  24. Dagmar M. sagt:

    Vor ca. 20 Jahren habe ich Freunden mit drei kleinen Kindern beim Einzug ins eigene Haus einen batteriebetriebenen Rauchmelder geschenkt. Er kam nie zum Einsatz: amerikanischer Dreck. Ich wohne seit mehr als dreissig Jahren mit Rauchmeldern. Auch ohne mehrstuendige Ausbildung! weiss ich, dass man die Funktionsfaehigkeit monatlich durch Druecken des Knopfes kontrollieren soll. Und wenn es anfaengt ganz leise zu Piepsen wechselt man eben ganz schnell die Batterie. Ganz ohne detaillierte gesetzliche Vorschriften und ohne “fachliche” Kontrolle und richterlichen Zuspruch.

    • Lars Inderthal sagt:

      Ja, das stimmt. Manches ist für viele selbstverständlich – leider nicht für alle. Die Politiker sind sicher froh, hier mal was “Gutes” beschließen zu dürfen. Vor allen Dingen dann, wenn es den Steuerzahler nichts kostet. Sinnvoll ist eine gesetzliche Verpflichtung meiner Meinung nach dennoch. Vor allem Bewohner von Mietwohnungen (und das sind rund die Hälfte aller Einwohner in Deutschland) bekommen diese zusätzliche Sicherheit “per Gesetz”. Wer die Verantwortung füs sich selbst übernimmt, braucht – da stimme ich Ihnen zu – weder Vorschriften noch Kontrollen. Ein Vermieter hingegen, der einen Dienstleister beauftragt, sollte schon sichergehen, dass dieser das kann und richtig macht. Dehalb hat man mit der DIN 14676 ein Regelwerk geschaffen, das die Erfahrungen aus vielen Jahren zusammenfasst. Neudeutsch heißt das “best practice”.

      • Wilhelm sagt:

        “Vor allen Dingen dann, wenn es den Steuerzahler nichts kostet.”
        Das stimmt, aber nur wenn der Kostenträger der Melder kein Steuerzahler ist, aber die meisten Menschen in Deutschland sind Steuerzahler.

    • Schorsch sagt:

      Gratulation für soviel Voraussicht.
      Eine Frage:
      Wieviel sieht man durch eine 30 Jahre alte, ungeputzte Brille?
      Meine Brille muß ich mehrmals am Tag reinigen.
      Der “Testknopf” signalisiert, wie hier richtig beschrieben, nur die Funtionstüchtigkeit der Batterie und des Piepsers.
      Was nützt also ein regelmäßiger Tausch der Battrie bei einem “Sehbehinderten Rauchmelder”?? Eine Kontrolle der vollen Funktionstüchtigkeit ist für den Laien nicht zu bewerkstelligen. (Mit Haarspray- verkleben dadurch nicht die Haare?)
      Je nach Montageort und Staubaufkommen ist in der Regel bei „preiswerten RM“ das “Augen-Licht” nach ca. 1 Jahr weg.
      Hat jemand in diesem Forum eine Ahnung in welchen Intevallen seine Rauchmelder den Status der Raumluft messen, bei wieviel %Verschmutzungsgrad er anspricht, bzw. wieviel Zeit einem beim Alarm durch diesen bleibt, sich zu retten?
      Eine mögliche Antwort könnte man auf:

      [Link entfernt]

      erhalten. Kontakt aufnehmen und beraten lassen.

      • Lars sagt:

        Das ist nicht nur teilweise richtig. Der Druck auf den Testknopf ist kein Kurzschluss des Alarmgebers, wie man aus Ihren Ausführen vermuten könnte.

        Die DIN EN 14604, nach der alle in Europa vertriebenen Rauchwarnmelder zertifiziert sein müssen, sieht vor, dass bei der Prüfung über die Testeirichtung “Rauch in der Messkammer mechanisch oder elektrisch simuliert wird”.
        Ein Rauchwarnmelder prüft also beim Druck auf den Testknopf nicht nur die Batterie und die Funktion des akustischen Alarmgebers. Vielmehr wird die Sensorik der Rauchkammer beim Test so verändert, dass der Staub in der normalen Raumluft ausreicht, um genügend Streulicht auf die Fotozelle zu lenken. Das alleine löst den Alarm über die nachgelagerten elektronischen Komponenten aus.

        Ist also zum Beispiel die Fotozelle verschmutzt, der Alarmgeber defekt oder sonst eine Komponente nicht betriebsbereit, wird der Test nicht positiv verlaufen. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn beim Drücken auf den Testknopf der Alarm ausgelöst wird, ist die Betriebsbereitschaft gewährleistet.

        Qualitäts-Rauchwarnmelder verfügen darüber hinaus über eine integrierte Verschmutzungserkennung und eine Störungsanzeige bei Erreichen der Vermutzungsschwelle. Bei regelmäßiger Wartung nach Betriebsanleitung kann ein Qualitäts-Rauchwarnmelder leicht 10 Jahre eingesetzt werden. Einige Hersteller garantieren das sogar.

        Richtig und ganz wichtig ist, dass man weder Haarspray noch Rauch eines Räucherstäbchens (hab’ ich tatsächlich schon als Empfehlung gelesen) verwenden sollte. Das ist definitiv nicht notwendig und führt nur zur unnötigen Verschmutzung der Rauchkammer. Auch von der Verwendung eines speziellen zum Test von Rauchmeldern im gewerblichen Umfeld vorgesehenen Test-Aerosols raten die Hersteller von Rauchwarnmeldern ab.

      • Eiko sagt:

        Rauchmelder müssen nach 10 Jahren getauscht werden. Auf der Rückseite muss das Datum stehen wann er gewechselt werden soll.

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