Montage und Wartung von Rauchwarnmeldern

Bei allen Überlegungen zur Planung und Montage von Rauchwarnmelder muss ein Grundsatz undbedingt berücksichtigt werden:

Der Montageort muss so gewählt werden, dass der bei einem Brand
entstehende Rauch so früh wie möglich den Melder erreicht.

Im Falle eines Brandes zählt jede Sekunde. Je früher der Rauch eines Brandes den Melder erreicht, umso früher kann dieser den Alarm auslösen und die Bewohner warnen.

Anforderungen nach DIN 14676

In der Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder DIN 14676 sind die Erfahrungen zur Planung, Montage und Wartung aus vielen Jahren zu einem Regelwerk zusammengefasst. Die DIN 14676 gilt im Gegensatz zur europäischen Norm DIN EN 14604 nur in Deutschland verbindlich.

Die DIN EN 14604 legt Anforderungen, Prüfverfahren sowie Leistungskriterien fest und gibt Herstelleranweisungen für Rauchwarnmelder, die nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ioni-sationsprinzip arbeiten und für Anwendungen in Haushalten oder für vergleichbare Anwendungen in Wohnbereichen vorgesehen sind. Hersteller von Rauchwarnmelder müssen ihre Geräte so bauen, dass die Vorgaben der DIN EN 14604 erfüllt werden und dies von einer unabhängigen, dafür zugelassen Stelle prüfen lassen. Alle in Europa verkauften Rauchwarnmelder müssen dieser Norm entsprechen und ein Prüfzeichen tragen.

Die DIN 14676 hingegen legt Mindestanforderungen für die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnhäusern, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung fest.

Die DIN 14676 gilt nicht für gewerbliche Räume und nicht für Rauchmelder, die auf eine Brandmeldeanlage aufgeschaltet werden. Für Räume und Gebäude, für die eine Brandmeldeanlage nach DIN 14675 bauaufsichtlich angeordnet ist (das können zum Beispiel Hotels aber auch andere Gebäude sein) gilt die DIN 14676 ebenfalls nicht. Brandmeldeanlagen dürfen nur von zertifizierten Fachkräften einer nach DIN 14675, Anhang L zertifizierten Fachfirma geplant und errichtet werden.

Die DIN 14607 ist im Hauptteil untergliedert in

  • Planung und Einbau,
  • Betrieb und
  • Instandhaltung

Ein weiterer Abschnitt behandelt die Fachkompetenz für Dienstleistungserbringer.

Kapitel 4 der DIN 14676 – Planung und Einbau – ist gegliedert in:

    1. 4.1 Allgemeines
    2. 4.2 Anforderungen an die Überwachung
      1. 4.2.1 Grundanforderungen
      2. 4.2.2 Überwachungsbereiche
      3. 4.2.3 Gemeinschaftlich genutzte Bereiche in Mehrfamilienhäusern
    3. 4.3 Projektierung und Einbau
      1. 4.3.1 Rauchwarnmelder in Räumen
      2. 4.3.2 Rauchwarnmelder in Fluren
      3. 4.3.3 Rauchwarnmelder in zuggefährdeter Umgebung
      4. 4.3.4 Befestigung von Rauchwarnmeldern an der Decke
      5. 4.3.5 Montage von Rauchwarnmeldern bei besonderen Einbaubedingungen
    4. 4.4 Weiterleitung von Warnungen innerhalb einer Nutzungseinheit
      1. 4.4.1 Vernetzung von Rauchwarnmeldern
      2. 4.4.2 Weiterleitung an eine Empfangs- und Auswerteeinheit
    5. 4.5 Inbetriebnahme
Weiter: Planung



39 Kommentar auf “Montage und Wartung von Rauchwarnmeldern
  1. Hubert Hepp sagt:

    Wo müssen die Rauchmelder angebracht werden, bei einer 3 er Wohngemeinschaft, jeder hat ein Zimmer ; Gemeinsame Küche; ein Flur, auf dem alle Zimmer und Küche führen ?

    • Lars sagt:

      Rauchwarnmelder sollen insbesondere schlafende Bewohner frühzeitig vor Brandrauch warnen. Deshalb ist ein Rauchwarnmelder in jedem Raum erforderlich, in dem Personen schlafen.
      Darüber hinaus muss mindestens ein Rauchwarnmelder im Flur eingebaut werden.

  2. claudia sagt:

    Hallo,
    ich bin Eigentümer von einer Eigentumswohnung und wohne selbst in der Wohnung. Es wohnen noch 7 Parteien im Haus.
    Nun zu meiner Frage: Ich habe selber Rauchmelder installiert und die sind schon seit einem Jahr drin.
    Jetzt sagt die Hausverwaltung die muss ein Monteur installieren. Ist das richtig oder kann ich meine lassen?

  3. Stefan sagt:

    Habe an unsere Decke eine abgehängte Lackspanndecke, kann der der Rauchmelder auch an der Wand unter der Decke befestigt werden? Oder wie ist das zu handhaben?

    • Lars sagt:

      Wenn es keine Möglichkeit zur Montage an der Decke gibt, nur dann kann ein dafür geeigneter Rauchwarnmelder auch an der Wand montiert werden.
      Der Rauchwarnmelder muss für die Wandmontage zugelassen sein (das geht aus der Betriebsanleitung hervor) und etwa 30 – 50 cm unter der Decke etwa in der Mitte der längeren Wand montiert werden. Rings um den Rauchwarnmelder muss die Wand frei sein (keine Bilder, Schränke usw.). Meistens sieht die Wandmontage optisch nicht gut aus und sollte wirklich nur dann angewandt werden, wenn eine Montage an der Decke nicht möglich ist. Darüber hinaus ist natürlich auch die Zeit bis zum Auslösen des Alarms im Falle eines Brandes bei der Wandmontage länger.

      Siehe auch: Montageort – Wandmontage

  4. Harald sagt:

    Einige auf dem Markt angebotenen Rauchwarnmelder besitzen sowohl das VdS Zertifikat als auch das Q-Siegel, haben aber den Hinweis z.B. Klebeset bzw. Magnet-Klebe-Set nicht VdS geprüft. Für eine VdS geprüfte Montage bitte Schrauben verwenden.

    Ich finde weder in DIN 14676 2012/09 noch in VdS 3131 2010-05 (1) einen Hinweis auf die vorgeschriebene bzw. geprüfte Montageart.

    Was ist hierfür die Rechtsgrundlage und verliert ein geprüfter Rauchwarnmelder seine VdS Anerkennung wenn er mit einer alternativen Methode montiert wird? Und warum?

    • Lars sagt:

      Anforderungen, Prüfverfahren sowie Leistungskriterien von Rauchwarnmeldern sind in der DIN EN 14604 festgelegt. Ein Rauchwarnmelder darf in Europa nur verkauft werden, wenn er die Mindestanforderungen dieser Norm erfüllt und dies durch eine notifizierte Produktzertifizierungsstelle (z.B. VdS oder eine von 25 anderen) festgestellt wurde. Entsprechend geprüfte und zertifizierte Rauchwarnmelder sind an der CE-Kennzeichnung zu erkennen.

      In dieser DIN EN 14604 heißt es im Abschnitt “Allgemeine Anforderungen” unter Punkt 4.19.3:

      “Die an oder zusammen mit den Rauchwarnmeldern gelieferten Informationen müssen Anweisungen für Standortwahl, Montage und Wartung enthalten. [...]“

      …und im Abschnitt “Prüfungen” unter Punkt 5.1.3:

      Der Prüfling muss mit dem üblichen Installationsmaterial entsprechend den Anweisungen des Herstellers installiert werden. Wenn in den Anweisungen mehrere Montageverfahren beschrieben werden, muss für jede Prüfung das jeweils ungünstigste Montageverfahren ausgewählt werden. [...]

      Daraus folgt: Wird ein Montageverfahren angewandt, das in der Anweisungen des Herstellers nicht beschrieben ist, dann wurde dieses Montageverfahren auch nicht geprüft. Wenn es nicht geprüft wurde, kann die Übereinstimmung mit den Mindestanforderungen der EN 14604 nicht festgestellt sein und das ist die Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung.

  5. Helmut Mauelshagen sagt:

    Hallo, ich möchte gerne wissen, ob die Rauchmelder auf einer Dachschräge von ca. 30-45 Grad
    montiert werden dürfen, oder ob diese horizontal zu montieren sind.

    Vielen Dank für eine rasche Antwort

  6. Monica sagt:

    Mein Vermieter möchte nur in den 3 Schlafzimmern und im Flur einen Rauchmelder anbringen lassen. Wir leben allerdings in einem 3- stöckigen Haus und 2 Schlafzimmer liegen im 1. ih und eins unterm Dach. Bräuchte ich nicht auf jeder Etage einen Feuermelder im Flur.
    Bis der Rauch unterm Dach den Rauchwarnmelder auslöst können doch im Erdgeschoss bereits die Fluchtwege versperrt sein.
    Ist das Wohnzimmer mit Terassentür auch ein fluchtweg?
    Moni

    • Lars sagt:

      Nach Landesbauordnung müssen Rauchwarnmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren eingebaut werden. Ein Flur ist definiert als der Raum, der von einem Aufenthaltsraum zum Ausgang der Nutzungseinheit benutzt werden muss. Das kann auch zum Beispiel ein Wohnzimmer oder sogar eine Küche sein, wenn daran angrenzend Räume nur aus diesem Weg erreicht werden. Ohne genaue Kenntnis der Örtlichkeit würde ich sagen, dass nach dieser Definition im Flur im Dachgeschoss wie auch in den Fluren der anderen Etagen jeweils ein Rauchwarnmelder eingebaut werden muss.

      Der erste Fluchtweg führt in der Regel immer zum Ausgang der Nutzungseinheit (Wohnungstür). Eine Terrassentür kann eventuell nicht geöffnet werden (z. B. weil der Rollladen geschlossen ist und die Öffnung nicht möglich ist oder zu lange dauern würde) und steht dann als Fluchtweg nicht zur Verfügung. Deshalb muss der Fluchtweg von allen Aufenthaltsräumen bis zur Wohnungsausgangstür mit Rauchwarnmeldern überwacht werden.

  7. Leo Bauer sagt:

    Ich wohne in einem 3-Familienhaus in Hessen, im EG und 1.OG wohnen die Eigentümer (wozu auch ich gehöre), das DG ist vermietet.
    Die Hausverwaltung möchte, dass die Funktionsfähigkeit 1x pro Jahr von einem Fachbetrieb überprüft wird. Sind hierzug auch die Eigentümer bei den selbstgenutzen Wohnungen verpflichtet oder können wir die Prüfung selbst vornehmen. Müssen die evtl. selbst vorgenommenen Prüfungen protokoliert werden?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • Lars sagt:

      Nach Hessischer Bauordnung sind die unmittelbaren Besitzer einer Wohnung für den Betrieb und die Wartung der Rauchwarnmelder verantwortlich.
      Die Hausverwaltung kann in diesem Zusammenhang nur einen von der Eigentümergemeinschaft gefassten Beschluss umsetzen. Wenn die WEG beschlossen hat, dass die Rauchwarnmelder von einem externen Dienstleister gewartet werden sollen, kann sie die Hausverwaltung beauftragen, diesen Beschluss umzusetzen.

      Siehe dazu diesen Kommentar: Beschluss des BGH vom 8. Februar 2013 (Az. V ZR 238/11)

      Liegt kein entsprechender Beschluss vor, sind die Besitzer (in Ihrem Fall also auch der Mieter im DG selbst) verantwortlich.
      Auf Grund welcher Vorschrift glaubt Ihre Hausverwaltung, hier selbst handeln zu müssen?

  8. karin sagt:

    habe letztes jahr Rauchmelder angebracht,jetzt sagte mein vermieter,ich müßte sie wieder entfernen und neue,die er in auftrag gegeben hat ,wieder anbringen,möchte,da es sonst mit der Wartung Schwierigkeiten habe,,ist das rechtens?

    • Lars sagt:

      Ein Urteil des AG Hamburg-Blankenese (AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.” Entschieden wurde das für einen Fall in Hamburg, wo in der Landesbauordnung keine Regelung der Zuständigkeit für Einbau und Betrieb enthalten ist.

      Andererseits heißt es in den Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Rauchwarnmelderpflicht des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen unter Punkt 10:

      Was ist mit bereits installierten Meldern; dürfen sie weiterbenutzt werden oder müssen sie ausgetauscht werden?

      In bestehenden Wohnungen bereits vorhandene Rauchwarnmelder dürfen weiterhin benutzt werden. Sofern ein Mieter schon Rauchwarnmelder installiert hatte, sollte sich der Eigentümer von der ordnungsgemäßen Ausstattung bzw. Installation und Betriebsbereitschaft überzeugen und dies dokumentieren. Allerdings ist der Eigentümer nicht verpflichtet, bereits vorhandene Melder weiter zu verwenden.

      In dem Dokument Rauchwarnmelderpflicht – Fragen und Antworten des Bayerischen Innenministeriums heißt es auf Seite 8:

      Dürfen Mieter ihre selbst installierten Rauchwarnmelder weiter benutzen?
      Bereits vorhandene Rauchwarnmelder dürfen grundsätzlich weiter benutzt werden. Sofern Mieter schon Rauchwarnmelder installiert hatten, sollten sich die Eigentümer von der ordnungsgemäßen Ausstattung bzw. Installation und Betriebsbereitschaft überzeugen und dies dokumentieren. Allerdings sind die Eigentümer nicht verpflichtet, bereits vorhandene Rauchwarnmelder weiter zu verwenden.

      Ähnliche Formulierungen finden sich auch auf den Internetseiten des Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

  9. Rudi Hauch sagt:

    Bin Mieter und meine Hausfrau hat veranlasst,daß Rauchmelder installiert werden.Es sind drei an der Zahl.Die Vermieterin gab mir zu verstehen,daß sie die Geräte bezahlt aber ich die Wartungskosten übernehmen müsse.Heute Heiligabend 2013 bekam ich die Rechnung:0,50 Stunden Arbeitslohn,Blockbatterien gewechselt und Rauchmelder überprüft Einzelpreis 35,55 Euro ist Gesamtpreis
    17,78 3 Stück EDB LITHIUM E-BLOCK 9V U9VL Einzelpreis 11,68 ist Gesamtpreis 35,04 Euro sind:::
    Gesamt 52,82 Euro plus 10,04 Umsatzsteuer ist Gesamtpreis von 62,86 Euro die ich jetzt als Mieter
    bezahlen muß..Meine Frage an Sie::Ist dieser Betrag zulässig ??Ich behaupte sowas nennt man Wucher
    wünsche FROHES FEST UND EINEN GUTEN RUTSCH

    • Lars sagt:

      Das ist in der Tat heftig. Die Wartung eines Rauchwarnmelders kostet üblicherweise zwischen 3 und 5 Euro – ggf. zzgl. Anfahrt. Sie sollten sich von der Firma zunächst mal die Qualifikation des Monteurs (geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676) vorlegen lassen. Ich vermute nämlich, dass hier kein Fachmann am Werk war.
      Wenn Sie als Mieter für die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” verantwortlich sind, wie das in vielen Landes-Bauordnungen festgelegt ist, dann können Sie üblicherweise auch die Wartung an eine dafür ausgebildete Fachkraft selbst beauftragen. (Es sein denn mit dem Vermieter ist etwas anderes vereinbart.)
      Ein Tipp in diesem Zusammenhang. Offensichtlich haben Sie Rauchwarnmelder mit wechselbaren Batterien gekauft. Die Batterien in diesen Geräte müssen gewechselt werden, wenn der Rauchwarnmelder ein akustisches Signal abgibt (bitte in der Betriebsanleitung nachsehen) und nicht wenn der Monteur gerade Zeit hat. Sie dürfen/sollten diese Batterien selbst auswechseln, wenn Sie körperlich dazu in der Lage sind. Das ist in jedem Fall kostengünstiger.

      • A.Rühlinger sagt:

        Betr. Batterieaustausch.

        >>Sie dürfen/sollten diese Batterien selbst auswechseln, wenn Sie körperlich dazu in der Lage sind. Das ist in jedem Fall kostengünstiger.<<

        Das Thema ist leider nicht so einfach . Im Prinzip richtig, aber da der Monteur sicherstellen muss das der Rauchmelder nach der Prüfung min. 1 Jahr funktionstüchtig ist wird er immer die Batterie gegen eine neue tauschen da er nie sicher sein kann wie alt die Batterie ist die sich im Rauchwarnmelder befindet und ob diese auch die Funktionstüchtigkeit des Rauchwarnmelder gewährleistet.

  10. Hormoz sagt:

    ….darf man den Rauchwarnmelder selber installieren???
    Danke
    Hormoz

    • Lars sagt:

      In seiner eigenen Wohnung darf jeder Rauchwarnmelder montieren.
      Die Hinweise wie und wo der Einbau erfolgen sollte ist hier dargestellt.
      Nur wenn jemand den Einbau und die Wartung von Rauchwarnmelder als Dienstleistung anbietet, sollte der Dienstleister dafür qualifiziert sein.

  11. walter marklof sagt:

    Bitte nenne mir konkret einen rauchwarnmelder mit eingebauter 10-jahres-batterie

    danke

    walter marklof

  12. Wolfgang Wegl sagt:

    Guten Tag,

    in meiner Wohnung sind in der Diele, im Schlafzimmer, Wohnzimmer und in der Küche je 1 Feuermelder installiert.
    Der FM in der Küche ist relativ nahe des E-Herdes eingebaut und zwar so, dass ich, wenn ich z.B. die eine Hand auf den Herd lege, mit der anderen Hand den FM berühren kann. Nun passiert es wohl jedem mal, dass bei Verwendung einer Bratpfanne das Fett od. Öl etwas heißer wird oder auch mal etwas zur Seite fällt und auf einer danebenliegenden, ebenfalls heißer Platte auftrifft und sofort zu qualmen beginnt.

    In diesem Fall geht sofort mein Küchen-FM los.
    Der Alarm schrillt auch im Nachbarhaus, der Hausmeister ist meist schwer erreichbar oder er ist an einem weiter entferntem Ort.

    Man hat mir zwar gezeigt, wie ich den Alarm abstellen kann. Andererseits gewöhnen sich die Nachbarn (oder haben sich schon gewöhnt) an den kurzen Alarm und wenn es mal wirklich ernst sein sollte, reagiert erst mal keiner.
    Zudem ist die Alarmanlage nicht mit einer offiziellen Meldung versehen, d. h. der Alarm bleibt “im Haus”.

    Frage: Muss in der Küche überhaupt ein FM installiert sein? Wenn ja, mit welchen vorgeschriebenen Abständen zur “Feuerstelle” Herd?.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Empfindlichkeit des FM. Die hier eingebauten FMs, so sagte man mir, werden mit der Zeit immer empfindlicher. Das heißt -übertrieben- wenn ich künftig meinen Herd einschalte, muss ich nach einigen Minuten mit Alarm rechnen.

    Wie soll das weitergehen?
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Wegl

    • Lars sagt:

      Falsch-Alarme (zum Beispiel auf Grund von Kochdämpfen) sind eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit der Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern.
      Zum einen können Sie zu einem Feuerwehreinsatz führen, wenn zum Beispiel ein aufmerksamer Nachbar diese alarmiert. Zum anderen kann bei häufigen Falsch-Alarmen tatsächlich die von Ihnen beschriebene “Gewöhnung” eintreten. Im Schlimmsten Fall reagiert dann auch Niemand mehr bei einem echten Alarm. In vielen Fällen führen häufige Falsch-Alarme auch dazu, dass die Bewohner “das Ding” einfach abmontieren und in die Schublade legen – das ist dann auch nicht im Sinne des Erfinders.

      Aus den genannten Gründen empfiehlt die DIN 14676 Rauchwarnmelder in Küchen nur mit Einschränkungen. Da die Landesbauordnungen Rauchwarnmelder nur in Schlafbereichen, Kinderzimmern und Rettungswegen vorschreiben, kann in der Küche ersatzweise ein Hitzewarnmelder eingebaut oder auf einen Warnmelder ganz verzichtet werden. (Das ist allerdings nur möglich, wenn die Küche nicht als Rettungsweg von anderen Räumen benutzt werden muss. Ansonsten ist ein Rauchwarnmelder erforderlich.)

      Zur Vermeidung von Falsch-Alarmen kann der Rauchwarnmelder in der Küche auch an der Wand angebracht werden. Die DIN 14676 lässt diese Ausnahme unter bestimmten Umständen zu.
      In jedem Fall sollte der Rauchwarnmelder so weit wie möglich von der Kochstelle entfernt eingebaut werden. Eventuell ist eine Verlegung in ein an die Küche angrenzenden Flur oder Wohnzimmer zu empfehlen.

  13. Alain sagt:

    Wir haben ein relativ kleines Kinderzimmer (ca. 5 qm). Es ist direkt mit einer Tür zum Flur verbunden.
    Ist es notwendig in diesem Kinderzimmer (ohne elektrische Geräte- aber mit relativ alten eingeputzten Stromkabeln zu den Steckdosen) einen rauchmelder zu montieren? Wenn unser Sohn schläft, ist die Tür zum Flur zu.
    Wenn wir da einen rauchmelder benötigen, bräuchte ich einen tip, welchen batteriebetriebenen wir besorgen sollen. Alle die ich bisher gefunden habe, blinken alle 45 Sekunden um zu signalisieren, das sie funktionieren. Das würde unseren Sohn (2 Jahre) beim einschlafen stören.
    Grüße alain

    • Lars sagt:

      Das Kinderzimmer ist wahrscheinlich der wichtigste Raum in der Wohnung, in dem ein Rauchwarnmelder montiert werden muss.
      Die Landesbauordnungen und die DIN 14676 sehen das vor.
      Wenn das Blinken der Bereitschafts-LED stört, kann ich dieses Gerät empfehlen: Ei Electronics Ei650

  14. Rita Loyens sagt:

    Hallo,
    unsere 1-Zi.Wohnung ( 30 qm )ist seit 2 Jahren vermietet. Der jetzige Mieter ist Raucher!!!.
    Wie soll das gehen, wenn ein Rauchmelder installiert werden muss??? Wir wohnen in Bayern – die Wohnung ist in der Uni-Stadt Bayreuth!
    Bitte ganz schnell um Antwort.
    Gruss

    • Lars sagt:

      Ein hochwertigen Rauchwarnmelder löst bei normalem Zigarettenrauch üblicherweise keinen Alarm aus.
      Ist der Rauch zu dicht (z.B. bei 4 Zigarrenraucher, die gleichzeitig dicke Rauchschwaden ablassen) und der Rauchwarnmelder löst aus, kann er über die Stummschaltung für 5 – 15 Minuten “deaktiviert” werden. Da ist ausreichend Zeit, um das Zimmer zu lüften. Danach geht der Rauchwarnmelder wieder automatisch in den “normalen Modus”.

  15. Rita Bröder sagt:

    Ich wollte mir 3 Rauchmelder anschaffen. Und zwar die Ei electronics Ei 650.
    Nun sagte jemand, man braucht nicht zwingend mehr zu bohren, sondern es gibt Magnete.
    Ist das o.k., oder ist es sinnvoll zu bohren in die Decke?

    • Lars sagt:

      Der Hersteller dieser Geräte hat in der Montageanleitung ausschließlich die Befestigung mittels Schrauben zugelassen.
      Magnete sind nichts anderes als Klebepads, nur mit einem Blech und zwei kleinen Magneten dazwischen. Bei einem Ei650 für über 20,- Euro wäre mir persönlich das zu gefährlich. Die Magnetbesftigungen, die ich getestet habe, halten nicht viel.
      Die Klebepad-Problematik besteht außerdem.

  16. Andreas Bennemann sagt:

    Hallo,
    wir haben ein Bauernhaus mit einem großen, unbeheizten Dachboden. Diesen möchte ich gerne mit einem Rauchmelder überwachen, da wir unter dem Dachboden wohnen. Sind übliche Rauchmelder (Gira, Fire Angel, Hekatron) dafür geeignet? Auf dem Dachboden habe ich normale Außentemperaturen, also im Winter auch deutlich unter Null Grad. In der Beschreibung der Geräte finde ich hierzu keine Angaben.
    Viele Grüße
    Andreas

    • Lars sagt:

      Rauchwarnmelder mit dem Q-Siegel wurden nach der vfdb-Richtlinie 14-01 geprüft. Gegenstand dieser Prüfung ist unter anderem die “Temperaturwechselbeanspruchung”. Die Geräte werden innerhalb von 24 Stunden einer Temperaturschwankung von 25°C –> 65°C –> -10°C –> 25°C ausgesetzt. Das ganze wird 10 mal wiederholt. Der Rauchwarnmelder darf während der Beanspruchung bei −10 °C keinen Fehlalarm auslösen und muss anschließend noch einwandfrei funktionieren.
      Die gleichen Anforderungen werden nach EN 14604 Anhang L an Rauchwarnmelder gestellt, die für den Einbau in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen geeignet sind.

      Rauchwarnmelder mit dem Q-Siegel oder mit der Zulassung für bewohnbare Freizeitfahrzeuge könnten ihre Anforderungen erfüllen. Der Hersteller wird Ihnen aber wahrscheinlich nicht garantieren, dass bei Verwendung außerhalb der üblichen Umgebungsbedingungen in Wohnungen kein Fehlalaram auftritt.

      Die technischen Eigenschaften und vom Hersteller empfohlene Einsatzbereiche einiger Rauchwarnmelder mit 10-Jahresbatterie finden Sie in dieser Tabelle.

  17. Andreas sagt:

    Ich bin Vermieter von einigen Wohnungen in Bayern und habe vor die Wohnungen bereits jetzt mit Rauchmeldern ausszustatten. Nun meine Fragen:
    1. Kann ich die Plicht der jährlichen Wartung an die Mieter übertragen, muß ich selbst jedes Jahr alle Melder kontrollieren oder muß das durch eine Firma geschehen? Muß die Überprüfung Protokolliert werden.
    2. Wer muss die Batterie wechseln, falls ich mich für Melder mit nicht fest eingebauter Batterie entscheide.
    3. Nach wieviel Jahren müssen die Melder getauscht werden? Falls sie nicht getauscht werden müssen, nach wieviel Jahren ist es sinnvoll die Melder zu wechseln um häufige Fehlalarme zu vermeiden?

    vielen Dank Andreas

    • Lars sagt:

      Zu 1:
      Auch in der BayBO ist vorgesehen, dass in Mietwohnungen dem Mieter bzw. der Mieterin die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” obliegt. Es ist nicht eindeutig, ob der Gesetzgeber damit lediglich den Austausch von Batterien oder tatsächlich die nach DIN 14676 erforderliche jährliche Wartung durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft meint.
      In jedem Fall muss der Mieter eindeutig (ggf. durch einen Zusatz zum Mietvertrag) auf seine Verpflichtung zur “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” der eingebauten Rauchwarnmelder hingewiesen werden.

      Nach Expertenmeinung ist der Vermieter grundsätzlich für die Verkehrssicherung verantwortlich. Das würde bedeuten, er ist auch für die Sicherstellung der Funktionsbereitschaft der eingebauten Rauchwarnmelder zuständig.
      Da die eingebauten Rauchwarnmelder nicht nur die Mieter der jeweiligen Wohnung, sondern alle Bewohner eines Mehrfamilienhauses schützen sollen, ist eine Übernahme der Verpflichtung zur Wartung durch den Vermieter zu erwägen. Die Kosten für die Wartung durch einen vom Vermieter beauftragten Fachbetrieb können nach einschlägigen Urteilen auf die Nebenkosten umgelegt werden, wenn dies in einem Zusatz zum Mietvertrag vereinbart wird.

      Zu 2:
      Das Wechseln der Batterie gehört zu den einfacheren Aufgaben im Rahmen der “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft”. Zuständig dafür ist bei vermieteten Wohnungen der Mieter. Erfahrungen haben gezeigt, dass die passende Batterie oft nicht zur Hand ist. Da Rauchmelder bei schwacher Batterie dann mit einem wiederholenden Piepton auf sich aufmerksam machen, nehmen viele Bewohner den Melder einfach außer Betrieb – in der Hoffnung “irgendwann” die passende Batterie gekauft zu haben. Empfehlenswert sind aus diesem Grund Rauchwarnmelder mit fest eingebauter 10-Jahres Batterie.

      Zu 3:
      In der Regel geht man von 10 Jahren aus, die ein Rauchwarnmelder unter üblichen Bedingungen und bei regelmäßiger Wartung in einer dauerhaft als solche genutzten Wohnung zuverlässig arbeitet. Die DIN 14676 legt in Kap. 6.5 fest: “Der Rauchwarnmelder ist spätestens 10 Jahre +6 Monate nach dem Datum der Inbetriebnahme auszutauschen oder einer Werksprüfung mit Werksinstandsetzung zu unterziehen.” Eine “Werksinstandsetzung” ist jedoch bei Rauchwarnmeldern in der Preisklasse 20 bis 30 Euro nicht lohnenswert, zumal hier auch noch die Transportkosten berücksichtigt werden müssen.

  18. Norbert Müller sagt:

    Darf ich meine rauchmelder zur jährlichen überprüfung von außen an die wohnungstür hängen, oder müssen diese am montageort überprüft werden? Gibt es dazu ein gesetz? ( wohnhaft in schleswig-holstein )
    Antwort dringend !

    • Lars sagt:

      Gemäß DIN 14676 muss im Rahmen der Inspektion auch überprüft werden, ob die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Hindernissen (z. B. Einrichtungsgegenstände) ist, die das Eindringen von Brandrauch in den Rauchwarnmelder behindern. Darüber hinaus sind die meisten Rauchwarnmelder nur funktionsfähig, wenn sie in den an der Decke montierten Sockel eingesetzt sind.
      Eine Prüfung “vor der Tür” ist also nicht möglich und auch nicht sinnvoll.

    • Simone sagt:

      “DIN 14676 gilt in Deutschland verbindlich.”
      Was genau heisst das? MUSS ich (wohnhaft in Bayern) DIN 14676 haben oder würde auch DIN EN 14604 gehen?
      Über eine Antwort wäre ich super froh!
      Vielen Dank!

      • Lars sagt:

        Die DIN 14676 ist der “Stand der Technik” bezüglich “Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung” und hat nicht den Charakter eines Gesetzes. Der Hinweis “gilt nur in Deutschland verbindlich” bedeutet, die DIN 14676 gilt in anderen Ländern nicht. Eventuell wurden von den nationalen Normungsinstituten eigene Regelwerke dazu geschaffen.

        Die DIN EN 14604 hingegen beschreibt die Mindestanforderungen an die Geräte selbst und ist ein europäisches Gesetz. Konkret bedeutet das: Alle in Europa verkauften Geräte müssen die Anforderungen nach EN 14604 erfüllen. Ein Hinweis auf die Prüfung durch ein unabhängiges Prüfinstitut (z.B. VdS) muss auf dem Gerät dargestellt sein. (Siehe hier, Abschnitt “Qualitätsrauchmelder”)

        Einige Hersteller werben mit dem Hinweis “erfüllt die Anforderungen nach DIN 14676″ – das ist aber selbstverständlich, denn alle legal in Europa verkauften Geräte müssen die EN 14604 erfüllen und sind damit für den Einsatz in “Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung” geeignet. Die DIN 14676 ist (oder sollte sein) vielmehr die Vertragsgrundlage, wenn ein Wohnungseigentümer die Montage und/oder Wartung an einen externen Dienstleister beauftragt.

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