Montage und Wartung von Rauchwarnmeldern

Auswahl des Montageortes

Rauchwarnmelder in Räumen

Für die Auswahl des optimalen Montageortes gelten folgende Kriterien:

  • immer an der Zimmerdecke
    (Ausnahme: Wenn eine Montage an der Decke auf Grund einer zu geringen Festigkeit nicht möglich ist, kann der Rauchwarnmelder in Ausnahmefällen seitlich an der längeren Wand befestigt werden.)
  • mindestens 50 cm von der Wand oder einem Unterzug oder von Einrichtungsgegenständen entfernt
    (In Räumen und Fluren mit einer Breite von < 1 m ist der Rauchwarnmelder mittig an der Decke zwischen den Wänden zu montieren.)
  • möglichst in der Mitte des Raumes
Rauchwarnmelder Anordnung

In einem Raum müssen mehrere Rauchwarnmelder installiert werden, wenn

  • die zu überwachende Fläche größer als 60 m² ist,
  • der Raum durch hohe Teilwände oder Möblierung unterteilt ist und dadurch die Rauchausbreitung zum Rauchwarnmelder behindert werden kann,
  • die Raumdecke durch Unterzüge mit einer Höhe von mehr als 20 cm unterteilt ist und die Fläche der einzelnen Deckenfelder größer als 36 m² ist.
Rauchwarnmelder Anordnung Trennwand  Rauchwarnmelder Anordnung Unterzug

Bei Räumen mit Unterzügen (z.B. auch sichtbare Holzbalken) ist die Anzahl und Anordnung der Rauchwarnmelder abhängig von der Höhe der Unterzüge und von der Fläche der durch die Unterzüge entstandenen Felder.

Rauchwarnmelder in Fluren

In Fluren mit einer Breite von max. 3 m darf der Abstand zwischen zwei Rauchwarnmelder maximal 15 m betragen. Der Abstand des ersten Melders von der Stirnfläche (Ende des Flurs) darf maximal 7,50 m betragen.

Flure mit einer Breite größer 3 m sind in Bezug auf Anzahl und Anordnung wie Räume zu be-handeln – das heißt: 1 Rauchwarnmelder pro 60 m² Überwachungsfläche.

Kleine Räume und Flure

In Räumen und Fluren mit einer Breite von weniger als 1,00 m Breite wird der Rauchwarnmel-der mittig angeordnet. Der Abstand zur Wand von mindesten 0,50 m kann in diesem Fall nicht eingehalten werden.

Der Abstand von 7,50 m zur Stirnwand und 15,00 m zwischen zwei Rauchwarnmeldern bei langen Fluren gilt auch in Fluren mit einer Breite < 1,00 m.

Bei Fluren mit einer Fläche von weniger als 6 m² kann der Rauchwarnmelder ersatzweise an der Wand befestigt werden, wenn andernfalls mit einer erhöhten Anzahl an Täuschungsalar-men zu rechnen ist. Das gleiche gilt für Küchen, die als Rettungsweg dienen.

Rauchwarnmelder in zuggefährdeter Umgebung

Rauchwarnmelder dürfen NICHT in stark zuggefährdeter Umgebung (zum Beispiel in der Nähe von Klima- oder Lüftungsauslässen) installiert werden, weil die Luftbewegung dafür sorgen könnte, dass der Rauch den Rauchwarnmelder nicht erreicht.

In zwangsbelüfteten Räumen müssen perforierte Decken, die der Belüftung dienen, im Radius von 0,50 m um den Melder geschlossen sein.

Achtung Bei der Auswahl des Montageortes muss darauf geachtet werden, dass eine Lüftung oder Klimaanlage zum Zeitpunkt der Montage eventuell ausgeschaltet sein könnte.

Räume mit schrägen Decken

Für schräge Decken mit einer Neigung von weniger als 20° gelten die gleichen Regeln wie für waagerechte Decken.

In Räumen mit Deckenneigungen > 20° zur Horizontalen können sich in der Deckenspitze Wärmepolster bilden, die den Rauchzutritt zum Rauchwarnmelder behindern. Daher sind in diesen Räumen die Rauchwarnmelder mindestens 0,5 m und höchstens 1 m von der Deckenspitze entfernt zu montieren.

Rauchwarnmelder Anordnung Dachschräge  Rauchwarnmelder Anordnung schräge Decke

Bei Räumen mit anteiligen Dachschrägen und einem Teil waagrechter Decke gilt:

  • Ist der waagrechte Anteil kleiner als 1,00 m, wird von der Bildung eines Luftpolsters ausgegangen. Der Montageort ist wie bei einer pultförmigen Decke ohne waagrechten Anteil zu wählen.
  • Ist der waagrechte Anteil größer als 1,00 m, ist der Melder mittig an der horizontalen Decke zu montieren
Rauchwarnmelder Anordnung Dachschräge  Rauchwarnmelder Anordnung Dachschräge

Podeste und Galerien

Unter Podesten oder Galerien muss ein zusätzlicher Rauchwarnmelder angeordnet werden, wenn alle der nachfolgenden Bedingungen zutreffen:

  • die Fläche ist > 16 m²
  • die Breite ist > 2,00 m
  • die Länge ist > 2,00 m

Wandmontage

Wenn eine Montage an der Decke auf Grund einer zu geringen Festigkeit nicht möglich ist, kann der Rauchwarnmelder in Ausnahmefällen seitlich an der längeren Wand befestigt werden.

Die Wandmontage ist eventuell auch bei kleinen Räumen (weniger als 6 m² Fläche) und bei Küchen sinnvoll, um Täuschungsalarme zu minimieren.

Achtung: Die Montage an der Wand führt unter Umständen dazu, dass der Rauch den Melder später erreicht als bei einer Deckenmontage.
Es muss abgewogen werden, ob mit alternativen Befestigungs-möglichkeiten die maximale Sicherheit durch frühzeitiges Auslösen des Alarms im Brandfall erreicht werden kann.

Folgende Voraussetzungen müssen in allen Fällen gegeben sein:

  • Der eingesetzte Rauchwarnmelder muss über einen Eignunsgnachweis gem. DIN EN 14604:2009-02, Anhang F für die Wandmontage verfügen.
  • Die Montage erfolgt vorzugsweise im mittleren Drittel der längeren Wand im Bereich von 0,30 m bis 0,50 m unterhalb der Decke.
  • Die Wandfläche oberhalb und etwa 1,00 m unterhalb des Rauchwarnmelders sollte im Bereich von 0,50 m um den Rauchwarnmelder frei von Einrichtungsgegenständen sein.
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80 Kommentar auf “Rauchwarnmelder – Montageort
  1. Florian sagt:

    Hallo,

    ich habe im Wohnzimmer inkl. einer Gallerie eine Deckenhöhe von 6,90m und eine Grundfläche von ca 70qm. Da auf de Gallerie ein Gästezimmer ist, stellt das Wohnzimmer den Fluchtweg dar. Leider steht in der installationsanleitung meiner Rauchwarnmelders, dass die maximale Raumhöhe 6m und die maximale Geundfläche 60qm betragen darf. Gibt es Modelle die für meine Raumhöhe geeignet sind oder erfülle cih die entsprechende DIN, indem ich zwei Melder (z.B. links oben auf der Galerie und rechts unten im Wohnzimmer) installiere? hat jemand einen Tipp für mich?

    Danke und Grüße

    Florian

    • Lars sagt:

      Mir ist kein Gerät bekannt, das für eine Überwachungsfläche > 60m² oder eine Raumhöhe > 6 m zugelassen ist.
      Bei Räumen mit einer Grundfläche größer 60 m² und/oder einer Raumhöhe > 6 m ist nach DIN 14676 der Einbau mehrerer Rauchwarnmelder empfohlen.
      Ein Rauchwarnmelder nahe des höchsten Punktes im Raum ist erforderlich, weil Rauch dort wahrscheinlich zuerst festgestellt werden kann. Bei hohen Räumen (hier hat man 6 m als Grenze festgelegt) besteht die Gefahr, dass der Rauch abkühlt und den Melder nicht oder später erreicht. Aus diesem Grund empfiehlt die DIN 14676 einen weiteren Rauchwarnmelder an etwas tieferer Position anzubringen. Meist ist die Montage unterhalb eines Podestes (möglichst weit zur Kante hin) möglich.

  2. Friedemann Müns-Österle sagt:

    Folgende Flurkonstellation ist gegeben. T-Förmig mit einem Unterzug ca. 33 cm abgetrennt. Der Hauptflur hat die Maße 3,65 x 1,65 m, der kleinere Teil hat eine Größe von 1,40 x 1,35 m. Beide Flure führen zu Schlafzimmern. Entspricht der Einbau eines Rauchmelders im größeren Teil den Vorschriften? Die Fläche ist ja nicht größer als 36 m2.

    • Lars sagt:

      Für die konkrete Position von Rauchwarnmelder in einer Wohnung kann ich leider aus der Ferne keine Empfehlung abgeben. Nach Ihrer Beschreibung scheint ein Rauchwarnmelder in dem Flur ausreichend zu sein – vermutlich in dem größeren Teil. Wenn Sie sich dadurch sicherer fühlen, sollten Sie aber in beiden Teilen des Flurs jeweils ein Gerät montieren.

  3. Iowa sagt:

    Rauchmelder in Flur erfordelich (bei DHH)
    —————————————–
    Die Rauchmelder werden per Funk vernetzt. Vorgesehene Räume sind mit einem * gekennzeichnet.
    Raumaufteilung:
    1) UG – Heizung*, Hobbyraum*, Keller, Abstellraum
    2) EG (Hauseingang) – Flur, Küche/Esszimmer* (ca. 8/13 qm), Wohnen*, WC
    3) OG – 3 x Schlafen*, Bad
    4) DG – 1 x Schlafen*, Büro*, Bad
    5) Treffenhaus von UG bis DG im Haus

    Folgende Fragen:
    a) sind trotz Vernetzung der Rauchmelder weitere im Treppenhauses/Flur erforderlich?
    b) kann in der Mitte von Küche/Esszimmer bzw. Esszimmer ein Rauchmelder unprobleamtisch (bzgl. Fehlalarm) angebracht werden?

    Schon jetzt Danke für die Antwort

    • Lars sagt:

      Die DIN 14676 empfiehlt, [im Treppenhaus] wenigstens auf der obersten bewohnten Ebene einen Rauchwarnmelder einzubauen.
      Sie müssen überlegen, wo ein Rauchwarnmelder positioniert werden sollte, um Sie und alle anderen Bewohner im Schlaf ausreichend früh zu wecken. Früh genug, um die Flucht ins Freie antreten zu können, ohne Rauchgase einatmen zu müssen.

      In der Küche bzw. im Esszimmer erfüllt der Rauchwarnmelder nur selten seine eigentliche Aufgabe, schlafende Bewohner kurz nach Ausbruche eines Brandes zu wecken. Dennoch kann ein Rauchwarnmelder in der Küche sinnvoll sein, da die Gefahr der Entstehung eines Brandes hier besonders groß ist. Die Küche bei eingeschaltetem Herd zu verlassen gilt zwar als fahrlässig, lässt sich aber manchmal nicht vermeiden (der Postbote klingelt, ein dringendes Bedürfnis usw.). Hier kann ein Rauchwarnmelder einen möglichen Schaden begrenzen. Sie sollten allerdings einen Rauchwarnmelder mit Stummschaltung verwenden und diesen möglichst weit von Kochstelle und Spüle (auch Spülmaschine wegen des austretenden Wasserdampfs) entfernt einbauen. Ihre Nachbarn sollten Sie über mögliche “Täuschungslalarme” informieren, um zu verhindern, dass diese jedes mal die Feuerwehr rufen, wenn Ihre Bratkartoffeln zu heiß werden.

  4. Bert sagt:

    Hallo,

    ich will Rauchmelder in einer Wohnung mit Deckenhöhe 3,5m installieren.
    Was tun, wenn es mal einen Fehlalarm gibt?
    Der Rauchmelde ist nur mit einer langen Leiter erreichbar und die ist nicht in der Wohnung.

    Viele Grüße
    Bert

    • Lars sagt:

      Es gibt Rauchwarnmelder mit einer so genannten “Besenstiel-Funktion”. Die Prüf- und Stummschalttaste ist bei diesen Geräten besonders groß (teilweise sogar die gesamte Haube), so dass diese vom Boden mit einem Besenstiel bedient werden kann.
      Ein Beispiel für einen solchen Rauchwarnmelder finden Sie hier: Rauchwarnmelder Detectomat HDv sensys.
      Andere Fabrikate mit dieser Eigenschaft sind beispielsweise der Ei-Electronics Ei650 oder der Pyrexx PX-1.

  5. p.hase sagt:

    Wir haben eine Lüftungsanlage. In unser Schlafzimmer und das Kinderzimmer wird 30cm unter der Decke von der Seite kontinuierlich Feinstaub-gefilterte FRISCHLUFT eingeblasen und muss dann als verbrauchte Luft ins Bad zur ABLUFT. Selbst wenn das Haus in Flammen steht würde ich immer noch Frischluft ins Schlafzimmer eingeblasen bekommen! Die Rauchmelder können doch dann nicht helfen!

    Im Wohn-Ess-Küchen-Raum wird an einer Seite FRISCHLUFT eingeblasen, auf der anderen Seite abgesaugt. Eigentlich gehört doch ein Rauchmelder unmittelbar neben die ABLUFT, denn dort wird ja sofort der Rauch (auch angebranntes Essen) hin abgesaugt, oder?

    Mein Hersteller sagte: schön, daß Sie sich Gedanken machen, aber wenn Sie die Rauchmelder nicht nach Vorschrift installieren, zahlt die Versicherung sowieso nicht, also tun Sie so als hätten Sie keine Lüftungsanlage.

    Es herrscht enormer Aufklärungsbedarf beim Einsatz mit Lüftungsanlagen, die ja bei Neubauten heute Standard sind!

    • Lars sagt:

      Da hat der Hersteller sicher den Punk 4.3.3 “Rauchwarnmelder in zuggefährdeter Umgebung” in der DIN 14676 überblättert. Dort heißt es nämlich:

      Um sicherzustellen, dass der Rauch den Rauchwarnmelder erreicht, darf dieser nicht in stark zuggefährdeter Umgebung installiert werden (z. B. in der Nähe von Klima- und Lüftungsauslässen).
      [...]
      In Räumen, in denen Lüftungsanlagen und/oder Klimaanlagen eingesetzt sind, ist darauf zu achten, dass die Luftbewegung das Eindringen des Brandrauchs in den Rauchwarnmelder nicht beeinträchtigt.

      Wo genau der Rauchwarnmelder in einem Raum mit Lüftungsauslässen montiert werden sollte, muss vor Ort festgelegt werden. Irgendwo muss der Rauch ja hin – und da sollte der Rauchwarnmelder eingebaut werden.

      Übrigens: Welche Versicherung meint der, die nicht zahlen soll wenn der Rauchwarnmelder nicht “nach Vorschrift” installiert ist? Die Sachversicherung interessiert das nicht. Vielleicht meint er die Lebensversicherung der Bewohner.

      • p.hase sagt:

        Ja das ist klar, daß die Rauchmelder nicht in den Frischluftstrom montiert werden sollen. Aber wer kennt den Strömungsverlauf der einzelnen Ventile? Kaum ein Hersteller hat solche Diagramme oder gibt die raus und denselben Ventiltyp gibt es unter zig verschiedenen Markennamen. Es handelt sich um die TVE100 Schnabelventile die weit in den Raum werfen. Ich sehe nur über dem Ventil direkt stehende Luft, das wäre aber direkt an der Wand, da soll man auch nicht montieren.

        Wie gesagt – es gibt aber keinen Rauch in den Schlafräumen wenn jemand eine Lüftungsanlage hat. Erst wenn der Strom ausfällt. Also, was mache ich wenn das ganze Gebäude brennt und ich immer noch frische Luft eingeblasen bekomme? Ob der Rauchmelder angeblasen wird oder nicht – ich gehe davon aus, daß das Lüftungsgerät so lange bläst, bis der FI fliegt und der Strom ausfällt, weil irgendein Kabel angekokelt wurde. Und so lange ist in den Schlafräumen Luftkurort!

        Ich könnte mir vorstellen, daß Rauchmelder an der ABLUFT erheblich wichtiger ist, weil die als erstes anschlagen?

      • Lars sagt:

        Wie gesagt – das sollte eine Fachkraft vor Ort festlegen.

        Aber mal als Gedankenspiel: Wenn es keinen Rauch im Schlafzimmer gibt und ausreichend frische (Atem-)Luft zur Verfügung steht, gibt es keinen Grund, das Schlafzimmer zu verlassen. Sobald in den Rettungsweg Rauch eindringt, wird der Rauchwarnmelder dort den Alarm auslösen. Dann sollte für Personen im Schlafzimmer noch ausreichend Zeit sein, den Ausgang der Wohnung zu erreichen. Daher würde ich dazu raten, in den Fluchtwegen zum Ausgang ausreichend Rauchwarnmelder einzubauen und – falls es sich um eine größere Wohnung, ggf. mit mehreren Etagen handelt – diese mit den Rauchwarnmeldern in den Schlafräumen vernetzen.

        Rauchwarnmelder sollen Personen vor Brandrauch warnen. Wenn es keinen Brandrauch gibt (zum Beispiel, weil Frischluft eingeblasen wird), dann wird kein Alarm ausgelöst – es ist aber auch dann nicht erforderlich.

  6. Helmut sagt:

    wir nutzen als mieter 2 Nächte im Jahr eine sporthalle als schlafplatz für jugendliche,
    müssen da auch Rauchwarnmelder installiert werden, falls ja wie genau, die Decke ist 10m hoch ???

    Könnten wir auch über eine Nachtwache den Brandschutz sicherstellen ??

    Danke für ihre Antwort.

    • Lars sagt:

      Das muss wohl der Vermieter mit den örtlichen Behörden klären. Rauchwarnmelder sind nur für Räume bis 6 m Höhe geeignet. Bei höheren Räumen sollen die Geräte laut DIN 14676 in mehreren Ebenen angebracht werden, was aber in einer Sporthalle wahrscheinlich nicht möglich ist. In der Regel verfügt eine Sporthalle aber ohnehin über eine Anlage zur Brandfrüherkennung und -alarmierung.

      Die Behörden nehmen das Thema offenbar sehr ernst. Hier ein Bericht in der Schwäbischen Zeitung vom 16.12.2014 dazu: Evangelischer Kirchentag muss 3300 Rauchmelder bezahlen.

  7. K. sagt:

    Bei uns ist ein 3m breiter Flur mit einer 7m langen Dachschräge mit einer Galerie oben die zwei Zimmer verbindet. Oben ist ein Teil flach (1,10m), als keine direkte Spitze.
    Unterhalb der Galerie eine Blockade größer 20cm, weswegen ich unten 2 Melder, und oben auf dem flachen Teil 1x Melder installieren würde.
    Am Beginn der Schräge, wo auch die Haustüre ist, geht ein ca 1,5qm großer Mini-Flur zur Küchentür.
    Theoretisch wäre ja ein Brand aus der Küche möglich, das dann auf die Holzschräge übergreift, und der Melder oben schlägt erst an, wenn schon über der Haustüre das Holz brennt, und somit keiner mehr zur Haustüre rauskann.
    Ist für diesen Mini-Flur ein weiterer Melder zu empfehlen?

    • Lars sagt:

      Das lässt sich aus der Beschreibung heraus nur schwer beurteilen. Es scheint aber so, als wäre der Einbau eines weiteren Rauchwarnmelders in dem Mini-Flur sinnvoll – selbst wenn er hauptsächlich dazu dient, Ihnen ein “sicheres Gefühl” zu geben.

  8. NicK sagt:

    Hallo,

    wir haben in unserer Dachwohnung zwei Giebel. Der eine befindet sich da 50 cm unter quer unter dem anderen.
    Kann ein Rauchmelder an dem unteren Giebel montiert werden? Er sollte ja somit unter der möglichen rauchfreien Zone liegen.

    Alternativ wäre auch eine Montage an der Schräge möglich. Diese wäre dann aber nicht mehr im Flur sondern im Wohnzimmer (Flur und Wohnzimmer hängen zusammen).

    Ich hätte auch ein Bild dazu. Wie kann ich es posten?

    Vielen Dank

    NicK

    • Lars sagt:

      Der Rauchwarnmelder sollte bei schrägen Decken bis 6 m Höhe möglichst weit oben angebracht werden, da sich der Rauch am höchsten Punkt sammelt. Von der Deckenspitze sollte aber ein Abstand von 0,50 bis 1,00m eingehalten werden, das sie hier ein Wärmepolster (rauchfrei) bilden kann.

  9. Jürgen M. sagt:

    Ich habe eine Sichtbalkendecke >20 Grad Neigung (Sparrenhöhe 17cm) mit 50 cm Abstand der Dach-Sparren zueinander.

    Wäre es dann richtig die Rauchwarnmelder zwischen die Sparren zu montieren auch wenn dadurch die 50 cm Abstand um den Rauchmelder nicht eingehalten werden können? Oder muss ich diese auf den Sparren montieren?

    Der Abstand zu den Sparren wäre ja dann nur jeweils 25 cm – da ja wie gesagt alle 50 cm ein Sparren kommt.

    Danke und schöne Grüsse
    Jürgen M.

    • Lars sagt:

      Sehr wahrscheinlich wird der Rauchwarnmelder bei einem Brand auch Alarm geben, wenn er zwischen zwei Balken montiert ist. Besser ist allerdings in dem beschriebenen Fall die Montage auf einem Balken – etwa 0,50 bis 1,00 m vom höchsten Punkt der Decke entfernt (an der Schräge gemessen).

  10. Stefan W. sagt:

    wo montiere ich den Rauchmelder bei einer Holzbalkendecke?
    Balken höhe 20cm Lichter abstand 45 – 50 cm

    • Lars sagt:

      Die DIN 14676 empfiehlt bei Deckenbalken, den Rauchwarnmelder in einem Deckenfeld ODER auf dem Balken zu montieren. Da aber auch ein Abstand von 50 cm um den Rauchwarnmelder herum frei sein sollte, bleibt in diesem Fall nur die Montage auf dem Deckenbalken. Auch wenn der Rauchwarnmelder auf dem Balken mehr ins Auge fällt als bei der Montage im Deckenfeld, ist diese Position wahrscheinlich besser.

  11. Bernd sagt:

    Meine Schlafzimmerdecke hat eine durchgehende Schräge von 33° und ca. 80 cm vor dem oberen Ende einen Unterzug-Balken, der im unteren niedriegen Bereich 21 cm und im oberen 41 cm hoch ist. Muss man hier den Rauchmelder noch in dem 80 cm schmalen Bereich anbringen (Wärmepolster?) oder unterhalb des Unterzug-Balkens?

    • Lars sagt:

      Generell sollte der Rauchwarnmelder dort montiert werden, wo er den Rauch so schnell wie möglich nach der Entstehung eines Brandes feststellen kann. Die Montageanleitung wie auch die DIN 14676 geben Hinweise zur Auswahl des Montageortes.
      Wenn ich mir die geschilderte Situation richtig vorstelle, sollte der Rauchwarnmelder vor dem Balken (nicht in dem 80 cm breiten Bereich) etwa 50 cm unterhalb an der schrägen Decke angebracht werden.

  12. Jan sagt:

    Auf manchen Seiten liest man, dass der Rauchmelder immer waagerecht montiert werden soll. Im Bild oben bei der Dachschräge ist das aber nicht so gezeichnet. Kann der Rauchmelder auch direkt an der Dachschräge (Neigung >20 Grad) angebracht werden, ohne dass noch ein Keil montiert wird, damit er waagerecht ist?

    • Lars sagt:

      In der Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder DIN 14676 sind die Geräte jeweils an der schrägen Decke montiert dargestellt. Das heißt, es ist keine waagrechte Montage erforderlich. (Einige Empfehlungen zur waagerechten Montage basieren eventuell fälschlicherweise auf der Norm für Rauchmelder von Brandmeldeanlagen – diese sollen immer waagerecht montiert werden.) Um sicher zu sein, prüfen Sie die Montageanleitung des von Ihnen eingesetzten Gerätes.

  13. Martin Bernd sagt:

    Hallo,
    wir haben einen kleinen Flur, von 2,78 m² den angebrachten Rauchmelder habe ich neben der Lampe angebracht .Ist das ein Problem?
    Anders geht es nicht da ich sonst zu nah an der Wand bin. An der Wand geht es auch nicht da die Haustüre, WC Türe, Einbauschrank sowie Zimmertüre nebeneinander sind.
    Wie lautet ihr Rat?

    • Lars sagt:

      Die DIN 14676 sieht vor, dass Rauchwarnmelder immer an der Decke, vorzugsweise in der Raummitte aber in jedem Fall 0,50 m von der Wand oder einem Unterzug oder von Einrichtungsgegenständen entfernt montiert werden sollen. Zu den Einrichtungsgegenständen zählt man auch Lampen. Grund dafür ist, dass der Raucheintritt in den Melder ansonsten behindert werden könnte und die Geräte später als bestenfalls möglich den Alarm auslösen.

      Bei sehr kleinen Räumen – wie in dem von Ihnen geschilderten Fall – besteht jedoch oft die Möglichkeit nicht, den Mindestabstand einzuhalten. Die Melder sollten dann so positioniert werden, dass eine möglichst frühzeitige Alarmauslösung ermöglicht wird. Die DIN 14676 lässt sogar bei Räumen < 6 m² unter bestimmten Umständen eine des Rauchwarnmelders Montage an der Wand zu.

  14. Roland sagt:

    Tolle Seite!
    Habe alle Kommentare gelesen und meine Fragen sind daher beantwortet!
    Weiter so!!!

  15. Frederik sagt:

    Tolle, hilfreiche Seite.
    Dennoch eine Frage: muss bei Dächern mit einer Neigung >20 auf beiden Seiten des First ein Rauchmelder befestigt werden oder reicht es, wenn auf einer Seite des First ein Rauchmelder vorhanden ist.
    Herzlichen Dank für eine Antwort im Voraus.
    Frederik.

    • Lars sagt:

      Auf einer Seite der Spitze ist ausreichend. In der Zeichnung sind lediglich die beiden möglichen Positionen dargestellt.

  16. Dieter Hey sagt:

    Bei meiner Mutter (84J.) sind die Rauchmelder an der Wand, 60cm unterhalb der Decke angebracht. Der Schornsteinfeger hat sein okay gegeben. Meine Schwiegermutter hat sie mit einem Besensiel runtergehauen, weil sie einen Fehlalarm ausgelöst haben uns sie mit ihren 83 J. sich nicht getraut hat auf eine Leiter zu steigen. Ich kann auch nicht sagen, wie lange sie gepiepst haben, als meine Mutter im Krankenhaus war. Die Nachbarn haben sich wohl an das Piepsen gewöhnt? Wenn ich bei Freunden und Bekannten nachfrage, sind bei denen, die an der Decke hängen, die Batterien draußen, oder sie liegen auf Regalen, oder Kommoden rum. Ich weiß auch nicht mehr in wie vielen Geschäften ich war um mich zu informieren. Es konnte keiner, all meine Fragen beantworten. Jeder hat irgendein anderes wissen.

    • Lars sagt:

      Nach DIN 14676 müssen Rauchwarnmelder – bis auf wenige Ausnahmen – immer unter der Decke montiert werden.
      Einfache (billige) Rauchwarnmelder mit wechselbarer Batterie haben oft keine Möglichkeit zur Stummschaltung des Gerätes bei Falschalarmen. Empfohlen werden kann ein Qualitäts-Rauchwarnmelder mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie. Hier ein Beispiel.

      Für weitere Informationen dazu lesen Sie bitte diesen Artikel: Rauchwarnmelder – Einfach vs. Qualität.

    • Martin Slischka sagt:

      Guter Rat kostet-und ist meist mit einer Kaufentscheidung meiner Kunden verbunden.Es ist ja auch meine Zeit, die ich dem Kunden in Rechnung stelle, bzw, auf den Auftrag addiere.Sollten Sie jedoch Fragen haben, vielleicht sind Sie auch an meinen Produkten interessiert, so kann ich das im Rahmen meiner Möglichkeiten bearbeiten.
      MfG Martin Slischka

  17. Mario M sagt:

    Ich habe nicht ganz verstanden wo Rauchmelder installiert werden müssen. Ich habe 3 Badezimmer, einen Wintergarten als Esszimmer verbunden durch einen Rundbogen Unterzug von 220mm mit der Stube in dem ein Kamin steht, 1Küche, 1HWR, eine Halle in der Mitte des Hauses ca. 15m² und genau obendrüber ist mein Arbeitszimmer eben fals mit 15m² im 1. Stock Treppe offen, dann den Eingangsbereich ca. 8m² und einen Flur zu den 2Kinderzimmern 3 m², 2 Kinderzimmer, 1 Ankleidezimmer und das Schlafzimmer, 1 Garage 60m² gross, 1 Heizungsraum 2m² und 6 Dachböden. In wieviele Räume und Dachböden müssen Rauchmelder montiert werden?

    Schöne Grüsse Mario

    • Lars sagt:

      Das muss sich Jemand vor Ort ansehen, der für die Planung und den Einbau von Rauchwarnmeldern qualifiziert ist. Schauen Sie mal, ob Sie hier einen Fachmann/eine Fachfrau in Ihrer Nähe finden. Meist ist auch Ihr örtlicher Schornsteinfeger qualifiziert.

  18. inge hartmann sagt:

    Hallo und guten Tag,
    ich vergaß bei meiner vorheringen Anfrage zu erwähnen, dass im Gemeinschaftsflur vor unserer Wohnung schon seit einigen Jahren eine Rauchmeldeanlage installiert ist, welche eine Standleitung zur Feuerwehr hat.
    Gruß
    hartmann

    • Lars sagt:

      Zu einer Empfehlung “aus der Ferne” halte ich mich trotz Ihrer genauen Beschreibung der Räumlichkeiten nicht in der Lage. Eine Brandmeldeanlage in den gemeinschaftlich genutzten Bereichen deutet darauf hin, dass sich Jemand bereits Gedanken zu dem Thema gemacht hat. Sicher kann Ihnen diese Person nach Begutachtung der Örtlichkeit bei der Auswahl der geeigneten Montagepositionen helfen. Meist ist auch Ihr örtlicher Schornsteinfeger dafür qualifiziert. Eine Übersicht über Fachkräfte für Rauchwarnmelder finden Sie auch im Forum Rauchwarnmelder-Profis.

  19. inge hartmann sagt:

    Guten Tag,
    wir bewohnen eine 4 Zimmerwohnungn im Erdgeschoß. Im Eingangsbereich ist ein Flur mit den Maßen 1.28m X 2,10 m, zur Wohnung duch eine Glastür getrennt. In diesem flu ist der Zugang zu unserem Badezimmer. Ist hier die Montage eines Rauchmelders sinnvoll? Unser Schlafzimmer ist ca. 15 m entfernt und durch 3 Türen getrennt.Als Fluchtweg stehen uns 3 Terassentüren und 2 Fenster zur Verfügung. wie gesagt Erdgeschoß.Im Schlaf- und Kinderzimmer, als auch im innen liegenden Flur sind Rauchmelder montiert.
    Mit freundlichem Gruß
    inge hartmann

  20. Thomas sagt:

    Hallo,

    wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 9 Wohnungen, verteilt auf 3 Etagen. Muss/sollte im Treppenhaus auf jeder Etage ein Rauchmelder sein? Einerseits denke ich ja, andererseits denke ich der Rauch zieht sowieso nach oben und vielleicht am Rauchmelder vorbei im offenen Treppenhaus?

    Bitte um Aufklärung.

    MFG Thomas

    • Lars sagt:

      Ein Rauchwarnmelder auf jeder Etage ist aus mehreren Gründen zu empfehlen:

      • Die Bewohner der unteren Etagen können den Rauchwarnmelder auf der obersten Ebene in ihren Wohnungen wahrscheinlich nicht hören.
      • Bis der Rauch eines Brandes in den unteren Etagen den Rauchwarnmelder auf der obersten Ebene erreicht, vergehen wertvolle Sekunden.
      • Rauch kühlt sich auf dem Weg nach oben ab. Wenn die Luft im oberen Bereich des Treppenhauses, auch durch den Brand, wärmer ist als der Rauch, steigt dieser nicht weiter nach oben. Aus diesem Grund muss nach DIN 14676 auch in Räumen mit einer Höhe über 6 m ein weiterer Rauchwarnmelder auf einer Zwischenebene angebracht werden.
  21. Michael Paul Pludra sagt:

    Ich bin Vizepräsident des Dachverbandes der Reisemobilfahrer,der Reisemobil Union e.V.
    Siehe auch # 1602 der Lobby-Liste des Deutschen Bundestages.
    Meine Frage: gibt es für Reisemobile eine gesetzliche Regelung,in Reisemobile einen
    Rauchmelder zu instalieren ??

    • Lars sagt:

      In der StVZO ist davon nichts erwähnt. Ich wüsste nicht, in welchem Gesetz oder in welcher Verordnung das sonst geregelt sein könnte.
      Die Landes-Bauordnung trifft auf Reisemobile sicher nicht zu, jedenfalls nicht so lange das Fahrzeug fahrbereit und für den Straßenverkehr zugelassen ist.

      Rauchwarnmelder in Reisemobilen sind sinnvoll und können das Leben der im Fahrzeug schlafenden Personen bei einem Brand retten. Dennoch ist die Verwendung auf Grund der Umgebungsbedingungen (vor allem im Winter) nicht ganz unproblematisch. In der DIN EN 14604, Anhang L, sind die Mindestanforderungen für Rauchwarnmelder genannt, die zur Verwendung in bewohnbaren Freizeitfahrzeugen vorgesehen sind. Die Betriebsanleitung der Geräte muss einen eindeutigen Hinweis dazu enthalten.

      Durch Feuchtigkeit und Kochdämpfe können insbesondere bei dem begrenzten Volumen eines Reisemobils Falschalarme ausgelöst werden. Der eingesetzte Rauchwarnmelder sollte über eine Stummschaltung und nach Möglichkeit über eine Mehrfachmessung verfügen, um dem vorzubeugen. Abhilfe kann auch die Anbringung an einer Seitenwand, etwa 30 cm unterhalb des Dachs bringen. Allerdings wird die Alarmauslösung bei einem Brand dadurch verzögert und der verwendete Rauchwarnmelder muss für die Wandmontage zugelassen sein.

      Sinn und Zweck eines Rauchwarnmelders ist im Reisemobil, genau wie in der Wohnung, (ggf. schlafende) Personen so früh wie möglich auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Die empfohlene Maßnahme bei einem Brand ist die Flucht vor den giftigen Brandgasen. Da die Brandmasse in einem Reisemobil eine starke Rauchentwicklung erzeugt, bleibt dazu wahrscheinlich weniger als eine Minute nach Entstehung des Brandes. Das ist womöglich zu kurz, um einen eventuell vorhandenen Feuerlöscher zu finden und betriebsbereit zu machen. Abhilfe könnte hier ein zertifiziertes und GS-geprüftes Lösch-Spray verschaffen. Löschspraydosen sind einfach zu bedienen und können wegen ihrer geringen Größe griffbereit angebracht werden. Bei Fahrten im Ausland muss allerdings beachtet werden, dass einige Länder spezielle Vorschriften hinsichtlich der Mitführpflicht von Feuerlöschern haben.

      Fazit:
      Offenbar gibt es keine gesetzliche Vorgabe für die Ausrüstung von Reisemobilen mit Rauchwarnmeldern. Dennoch erscheint es überaus sinnvoll.
      Die verwendeten Rauchwarnmelder sollten für Freizeitfahrzeuge zugelassen sein. Hier ein Beispiel für ein solches Gerät.

      • Wolf-Dieter Loos sagt:

        In den USA sind Rauch- und/oder CO-Melder in Wohnmobilen PFLICHT. Als erstes bekommt man beim Vermieter erklärt, wie man die Dinger ausser Betrieb setzt, weil man sonst nicht mal mehr kochen kann! Von Rauchern im Fahrzeug ganz zu schweigen.
        Wir fahren selbst ein kleines WoMo und ich hätte gegen einen brauchbaren (!) Rauchmelder auch nichts einzuwenden. Muss bei nächsten Urlaub mich mal in Schweden umsehen, die haben sowieso vieeeel bessere Rauchmelder. Der Verkauf bei IKEA wurde allerdings von den deutschen Behörden verboten (!), weil ein wirklich effektiver Rauchmelder nun mal Thorium enthält (wie auch die Starter bei den Leuchtststofflampen!). Und – mein Gott ! – Thorium ist ja radioaktiv mit einer Halbwertszeit von 7,5 Mrd. Jahren!!!
        DAS ist der deutsche Wahn!

      • Lars sagt:

        Die Suche in Schweden wird wenig Erfolg haben. Seit 2008 dürfen in Europa nur noch Rauchwarnmelder (legal) verkauft werden, die der EN 14604 entsprechen. DAs wird von dafür zugelassenen Instituten (z. B. VdS) geprüft und ist an der CE-Kennzeichnung zu erkennen.

  22. Simon Maurer sagt:

    Hallo habe einen Flur der 3 mal unterteilt ist mit Rundbögen bzw.unterzügen die länger sind als 20 cm.
    Muss ich jetzt in jedes abteil einen Rauchmelder installieren ? Habe das mit den 36m² auch noch nicht so richtig verstanden. Muss ein Feld größer sein oder Zahlen dann alle Deckenfel der zusammen oder wie ist das?Zusätzlich dazu isz es bei uns so das man zur Haustür reinkommt in einen 8m² vorraum dann eine Treppe hochgeht in die Mietwohnung und dann durch eine Tür zu uns in den Flur in unsere Wohnung muss da auch ein Rauchmelder hin und wenn ja welchen sinn hat dieser denn wenn nach den Eingangstüren für die Wohnungen schon Rauchmelder sind?
    Vielen Dank schonmal für die Antwort

    Gruß

    Maurer

    • Lars sagt:

      Da kann ich leider trotz der genauen Beschreibung keine Aussage machen, ohne die Örtlichkeit gesehen zu haben.

      Das Treppenhaus und die Flure sind als Fluchtweg im Brandfall besonders wichtig. Sie müssen sich vorstellen, wo in diesen Bereichen ein Brand entstehen könnte und wo der Rauch dann hinzieht. An diesen Stellen können Rauchwarnmelder früh alarmieren. In abgeschlossenen Bereichen des Flurs oder des Treppenhauses (z. B. in einem Windfang) sollte ein Rauchwarnmelder eingebaut werden, weil der Rauch eines dort entstehenden Brandes den nächsten Rauchwarnmelder hinter der vielleicht geschlossenen Tür nicht erreicht.

      Unterbricht ein Unterzug die Ausbreitung zum Rauchwarnmelder, dann sollte auf beiden Seiten des Unterzugs einer eingebaut werden. Ansonsten muss sich der Raum bis zum Unterzug erst mit Rauch füllen bist dieser dann die Schwelle überschreitet und den nächsten Bereich füllt. Ist die Fläche zwischen zwei Unterzügen klein, dauert das nur Sekunden. Bei größeren Flächen kann es lange dauert – vielleicht zu lange. Aus diesem Grund sieht die DIN 14676 vor, dass bei Deckenfeldern (Fläche zwischen den Unterzügen) mit einer Größe von mehr als 36 m² in jedem Deckenfeld ein Rauchwarnmelder eingebaut werden soll. Das gilt allerdings nur, wenn der Unterzug höher (nicht länger) als 20 cm ist. Unterzüge oder Deckenbalken mit geringerer Höhe können vernachlässigt werden. Bei Rundbögen würde ich an der Stelle mit der geringsten Höhe messen.

  23. Bayer Christian sagt:

    Hallo,

    Wir haben im Moment eine kleine differenz auf einer Baustelle zwecks Rauchmelderabstand zu Leuchten.
    Muss der Abstand 0,5m mindestens betragen??
    Wenn ja, kann mir jemand sagen wo das steht??

    Mfg Bayer Christian

    • Lars sagt:

      In der DIN 14676 heißt es in Abschnitt 4.3.1:
      “Rauchwarnmelder müssen immer an der Decke, vorzugsweise in der Raummitte, aber in jedem Fall mindestens 0,5 m von der Wand oder einem Unterzug oder von Einrichtungsgegenständen entfernt montiert werden.”

      Ausschlaggebend ist jedoch in jedem Fall die Betriebsanleitung des Rauchwarnmelders. Die Angaben im Abschnitt Montage, Einbau, Montageort o. ä. sind verbindlich.

  24. Helmuth Senn sagt:

    Zuerst mal danke für ihre gut Seite zum Thema Rauchmelder. Ein Frage ist für mich aber offen geblieben: Montage bei Dachschrägen > 20 Grad. Der Ort ist soweit klar, 0,5 bis 1 m unter der höchsten Stelle, aber oft liest man auch, dass der Melder horizontal, d.h. nicht direkt an der schrägen Decke, sondern mit einem Ausgleichskeil montiert werden muss. Wei relevant ist dies tatsächlich wenn der Ort gut gewählt ist.?
    Danke!

    • Lars sagt:

      Rauchwarnmelder müssen nicht waagerecht angebracht werden, wie das für Rauchmelder nach EN 54-7 vorgeschrieben ist, sondern sollen direkt an der schrägen Decke montiert werden. Eine so genannte “Klappkonsole” oder andere Konstruktionen sind eventuell für den Raucheintritt sogar hinderlich.

  25. Heike Hartwig sagt:

    Ich bin Rollstuhlfahrerin ,Single und Raucherin. Was mach ich denn bei Fehlarlam? Ich komm ja auf keine Leiter um das Ding aus zumachen. Gibt es dafür ne Lösung?

    • Lars sagt:

      Wenn Sie alleine in dem Raum rauchen, wird ein guter Rauchwarnmelder durch den Zigarettenqualm keinen Alarm auslösen.
      Dennoch sollten Sie die Möglichkeit haben, den Testknopf und die Stummschaltung zu betätigen. Mir fallen dazu konkret zwei Lösungen ein:
      Für funkvernetzte Rauchwarnmelder gibt es Fernsteuerungen – mobile oder fest an der Wand installierte – über welche die Test- wie auch die Stummschaltfunktion bedient werden können. (Beispiele)
      Günstiger, weil auf die Funkvernetzung und eine Fernsteuerung verzichtet werden kann, sind Rauchwarnmelder mit einer so genannten “Besenstiel-Funktion”. Die Test-/Stummschalttaste ist bei diesen Geräten sehr groß und zentral angeordnet. Bei einigen Geräten werden die Funktionen durch Druck auf die gesamte Haube ausgelöst (Beispiel). Die Test-/Stummschaltknopf kann so vom Boden aus mit einem Besenstiel, Schirm oder ähnlichem betätigt werden. Möglich ist das allerdings aus sitzender Position nur bei normalen Raumhöhen bis etwa 2,80 m.

  26. Friedrich sagt:

    Wir haben in einem Einfamilienhaus die Gastherme auf dem Dachboden. Der nicht ausgebaute Dachboden ist nur über eine Klappleiter erreichbar. Besteht hier die Notwendigkeit zum Einbau eines Rauchmelders oder beschränkt sich die DIN 14676 auf Wohnräume?

    • Lars sagt:

      Die DIN 14676 hat mit der Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern nicht direkt etwas zu tun. Maßgeblich ist hierfür die Landes-Bauordnung.
      Allerdings empfiehlt die DIN 14676 den Einbau eines Rauchwarnmelders auf oberster Ebene der Wohnung. Wenn Sie als zusätzliche Sicherheit außer in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluchtwegen einen Rauchwarnmelder im Dachboden einbauen, macht dieser nur Sinn, wenn Sie sein Alarmsignal im Falle eines Brandes auch in der Wohnung wahrnehmen können.

  27. Eva Bussilliat sagt:

    Hallo,
    vielen Dank für diese sehr gut gemachte Seite! Dennoch brennt mir eine Frage auf den Nägeln. Wir wohnen im Altbau, Deckenhöhe 3,80 m. Eine Montage an der Decke erscheint uns schwierig, um die Prüf/Stop-Taste bei Prüfung oder Störalarm zu drücken. Der Schornsteinfeger sagte, eine Montage an der Wand über den Türen (etwa in 2,50 m Höhe) sei ausreichend. Gelten hohe Decken auch als Sonderfall, wie etwa Dachschrägen? Ich hörte auch davon, dass der Rauch bei hohen Räumen gar nicht ganz oben ankommt, da sich dort eine anders temperierte Luftschicht bilden würde, die den Rauch ablenke. Stimmt das?
    Danke für die Antwort!

    • Lars sagt:

      Rauch zieht immer mit der vom Brand erwärmten Luft nach oben. Aus diesem Grund muss ein Rauchwarnmelder wenn es irgendwie möglich ist immer an der höchsten Stelle eingebaut werden, um den Alarm so früh wie möglich auszulösen.
      Richtig ist allerdings, dass sich bei schrägen Decken (> 20° Neigung) in der Deckenspitze Luftpolster bilden können. Der Rauchwarnmelder sollte deshalb an der schrägen Decke etwa 50 cm bis max. 1 m unterhalb der Spitze angebracht werden.

      Mit dem Problem hoher Decken und der dadurch schwierigen Betätigung der Test-/Stopp-Taste haben sich einige Hersteller von Rauchwarnmeldern schon befasst. Das hier vorgestellte Modell verfügt zum Beispiel über die so genannte “Besenstiel-Funktion”. Die Test-/Stopptaste kann leicht mit einem Besenstiel oder Schirm vom Boden aus betätigt werden, weil die gesamte Haube als Taste funktioniert.

  28. Bernhard Henn sagt:

    Ich habe etliche Jahre Rauchmelder gewartet .Diese waren in Linien an Brandmeldezentralen angeschlossen.Bei ständig besetzten Gebäuden gab es kein Problem beim Auslösen einer Linie, da die sofort bemerkt wurde.
    Meine Frage: Löst ein Melder in der Wohnung in meiner Abwesenheit aus.Im Brandfall wäre es für die übrigen Bewohner eines Mehrfamilienhauses bemerkbar durch Geruch oder Rauchentwicklung.
    Im Falle eines Fehlalarms ruft ein Anwohner vor lauter Schreck die Feuerwehr.
    Wasdann und wer bezahlt den Einsatz. Ich bin gespannt auf Ihre werte Antwort.
    Vielen Dank im voraus.

  29. BL sagt:

    Hallo,

    bei der Ausrüstung meines Hauses mit Rauchmeldern bin ich auf ein Problem in den Fluren gestoßen. In der Decke sind Halogenstrahler installiert, die einen Abstand von ca 80cm zueinander haben. Der Flur selbst ist 120cm breit. Ich kann also den Abstand von 50cm zu den Strahlern nicht einhalten.

    Wie sollten die Melder hier angebracht werden?

    Vielen Dank und viele Grüße

    • Lars sagt:

      Es besteht die “theoretische” Gefahr, dass Brandrauch von der erzeugten Wärme der Strahler verwirbelt wird und nicht optimal in die Rauchkammer gelangen kann. Man kann allerdings davon ausgehen, dass dieser Umstand lediglich zu einem leicht verzögerten Alarm führt.

      Besteht die Möglichkeit, einen der Halogenstrahler zu deaktivieren und den Rauchwarnmelder genau dort anzuordnen.
      Wenn das nicht möglich ist, sollte der Rauchwarnmelder möglichst mittig zwischen zwei Strahlern angebracht werden – das ist in jedem Fall besser, als keinen Rauchmelder im Rettungsweg zu montieren.

  30. Steffen Wilhelm sagt:

    Wohn-/ Esszimmer hat keine Decke im OG, sondern in der Dachspitze (Dachhöhe) ca. 4,50 m hoch. Dachneigungswinkel hat zwischen 30 und 35 Grad.
    Der Kehlbalkan ist ca. 2,50 m hoch in der Mitte.

    Darf die Rauchmelder an der Kehlbalken montieren?

    • Lars sagt:

      Nach DIN 14676 muss der Rauchwarnmelder bei schrägen Decken (Neigung > 20°) etwa 0,50 – 1,00 m unter der Deckenspitze montiert werden.
      Eine Montage an dem Kehlbalken (etwa 2 m unter der Deckenspitze) ist ungeeignet, da eine Alarmierung erst erfolgt, wenn der Luftraum darüber bereits mit Rauch gefüllt ist. In dieser Zeit kann der Brand schon weit fortgeschritten sein.

  31. Jochen Strömer sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich wende mich mit folgender Frage an Sie…
    Unser Keller besteht aus vier Räumen: Ein kleiner Flur, in welchem die Treppe (von oben kommend) endet (sozusagen die Basis des Treppenhauses!)sowie drei Räume, die alle über je eine Tür mit dem beschriebenen zentral gelegenen kleinen Flur verbunden sind. Meine Frage zielt darauf ab, ob man in diesem kleinen Flur ebenfalls einen Rauchmelder anbringen soll. Möglicher Rauch würde ja gegebenenfalls über die Deckenkante hinauf in die höher gelegenen Bereiche des Treppenhauses ziehen. Soll man trotzdem auf jeder Ebene des gesamten Treppenhauses einen Melder anbringen oder eben nur ganz oben im Treppenhausdach? Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, dass es im gesamten Treppenhaus keine Türen zu den anderen Räumen der jeweiligen Etagen gibt – also offener Wohnbereich (Ausnahme: Der beschriebene Keller!)
    Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Bemühungen, möchte großes Lob für diese Internet-Plattform ausdrücken und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Jochen Strömer

    • Lars sagt:

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist der Keller mit einer Tür vom Treppenhaus getrennt. Es kann also ein Brand in einem der Kellerräume ausbrechen, der in den Wohnräumen wegen der geschlossenen Tür zunächst unbemerkt bleibt. Weitet sich der Brand so aus, dass die Kellertür dem nicht mehr standhält, würde der gesammelte Rauch in den Wohnraum gelangen – das Feuer natürlich auch. Eventuell ist dann der Fluchtweg verraucht und unbenutzbar (ich nehme an die Haustür befindet sich im Treppenhaus im Erdgeschoss).

      Ich empfehle, in dem Flur im Keller einen Rauchwarnmelder zu montieren und diesen per Funk wenigstens mit dem Rauchwarnmelder auf oberster Ebene im Treppenhaus zu vernetzen. Sie werden so bereits unmittelbar nach Ausbruch eines Brandes im Keller gewarnt, auch wenn die Kellertür geschlossen ist.

      In Bezug auf den Einbau von Rauchwarnmeldern in jeder Etage des Treppenhauses ist zu prüfen, ob der Rauchwarnmelder auf oberster Ebene in jeder Etage des Einfamilienhauses von den (schlafenden) Bewohnern wahrgenommen werden kann. Falls das nicht gesichert ist, würde ich entweder weitere Rauchwarnmelder in den Etagen montieren oder auf vernetzte Rauchwarnmelder zurückgreifen. Bei einem vernetzten System würden auch die Melder in den Schlafräumen alarmieren, wenn der Melder im Treppenhaus (oder jeder andere funkvernetzte Melder) Rauch feststellt.

  32. Karin Helken sagt:

    mein Mann und mein Schwiegersohn streiten, in welcher Höhe der Brandmelder angebracht werden muss.Welche Mindesthöhe,wenn an der Decke und wenn an der Wand?

    • Lars sagt:

      Rauchwarnmelder sollten grundsätzlich an der Decke angebracht werden, da der Brandrauch nach oben steigt und sich unter der Decke sammelt. Bei einer spitz zulaufenden Decke (zum Beispiel in der Dachschräge) soll der Rauchwarnmelder nach DIN 14676 in einem Abstand von 0,50 bis 1,00 m unter der Deckenspitze montiert werden. Im oberen Bereich der Deckenspitze könnte sich ein Polster aus warmer Luft bilden, die das Eindringen von Rauch in den Melder verhindert. Eine Montage an der Wand ist nicht zweckmäßig und nach DIN 14676 nur in Ausnahmefällen zulässig.

  33. Georg Sturm sagt:

    Hallo,
    wir haben ein vermietetes Reihenhäuschen mit Ess-Wohnzimmer, Küche, Flürchen, Gästetoilette im Erdgeschoß
    und Flur, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad im ersten Stock.
    Können Sie mir sagen wieviele Rauchmelder in dem Haus notwendig sind ?
    Gesammtwohnfläche ca. 100qm
    Danke im Voraus

    • Lars sagt:

      Nach DIN 14676 ist jeweils ein Rauchwarnmelder im Schlafzimmer, im Kinderzimmer und in den beiden Fluren im Ergeschoss und im ersten Stock erforderlich – insgesamt also 4 Geräte. Im Ess-/Wohnzimmer kann ein weiterer Rauchwarnmelder die Sicherheit erhöhen – vor allem, wenn hier gelegentlich mal jemand einschläft.

  34. Thomas Hiestand sagt:

    Hallo,

    ich möchte Rauchmelder direkt neben Deckenlampen montieren. Die Lampen tragen sehr wenig auf:
    zw. 4 cm un 8 cm Dicke. Ist dieser Montageort möglich ohne die Funktion zu des Rauchmelders zu beeinträchtigen ?

    In der Montageanleitung der Rauchmelder wird ein Mindestabstand zu Leuchststofflampen von 50cm gefordert ? Was ist der Grund hierfür?

    Sind Energiesparlampen, Halogen, LED und Glühlampen auch ein Problem ?

    Vielen Dank

    MfG

    Thomas Hiestand

    • Lars sagt:

      Die DIN 14676 sieht vor, grundsätzlich einen Abstand von mindestens 50 cm zu Wänden und anderen Einrichtungsgegenständen einzuhalten.
      Grund dafür sind Luftpolster, die sich in der Nähe von Gegenständen bilden können und das Eindringen von Rauch in den Rauchwarnmelder verhindern. Auf den Mindestabstand zu Deckenlampen sollte insbesondere wegen der Wärmeentwicklung und des dadurch verursachten Luftstroms geachtet werden. Das betrifft natürlich insbesondere Lampen mit hoher Wärmeabstrahlung (Glühbirnen, Halogen und auch Leuchtstoffröhren). Bei LED- und Energiesparlampen dürfte dieser Effekt geringer sein. Dennoch kann sich auch hier ein Luftpolster bilden.

      Ich empfehle, den Mindestabstand von 50 cm zur Deckenlampe einzuhalten, auch wenn diese nur wenig aufträgt oder sogar vollständig eingebaut ist.

  35. Peter Z. sagt:

    Mein Vater möchte die Rauchmelder nicht an die Decken installieren,
    sondern in den Türzargen! (Läßt sich nicht davon abbringen)
    Ist dies möglich und sinnvoll?

    Bitte um Rat!
    Danke im Voraus

    • Lars sagt:

      Gehen die Zimmertüren nicht nach innen auf? Das würde bedeuten, der Rauchwarnmelder ist bei geschlossener Tür im Flur. Der Rauch eines Brandes im Zimmer wird den Melder erst erreichen, wenn die Bewohner im Zimmer nicht mehr leben.
      Vielleicht habe ich was falsch verstanden und es deshalb mal aufgezeichnet:

      Rauchmelder Türzarge

      Falls es so wie in der Skizze dargestellt geplant ist, halte die Idee für recht abwegig. Ganz davon abgesehen, dass dieser Montageort überhaupt nicht der DIN 14676 enstpricht. Die DIN ist zwar kein “Gesetz”, aber es haben sich schon Fachleute intensiv Gedanken darüber gemacht, wo ein Rauchwarnmelder sinvollerweise montiert werden sollte.

      Der Rauch eines Brandes soll den Rauchwarnmelder so schnell wie möglich erreichen, um die schlafenden Bewohnern so früh wie möglich zu alarmieren.
      Der ideale Ort für den Rauchwarnmelder ist deshalb die Zimmerdecke, möglichst in der Mitte des Raumes. Mindestens aber 50 cm entfernt von Wänden und anderen Einrichtungsgegenständen.
      Weitere Hinweise zur Wahl des Montageortes finden Sie hier.

  36. Manfred Guttenberger sagt:

    Guten Tag
    Ich hätte auch eine Frage.
    Und zwar sind wir in einer Dachwohnung in der die Kinderzimmerdecke so aussieht.
    Am Eingang beginnt es mit einer Flachdecke die 1m breit und 2,25 m hoch ist, dann kommt ein Unterzug mit 0,14m ,nach dem es dann direkt 0,7o m senkrecht hoch geht. Von da ab geht es dann mit einer Schrägdecke bis zum Zimmerende weiter die 7° hat. Zimmerfläche ist 14qm.
    Danke

    • Lars Inderthal sagt:

      Ich habe das mal skizziert.
      Nach DIN 14676 kann der Unterzug ignoriert werden, wenn er unter 20 cm hoch ist.
      Die Neigung der Decke spiel ebenfalls keine Rolle, wenn sie weniger als 20° beträgt.
      In der Skizze ist die nach DIN 14676 richtige Position des Rauchwarnmelders dargestellt.

      Rauchmelder Kinderzimmer

    • Manfred Guttenberger sagt:

      Danke für die schnelle Antwort!
      Die Schräge ist zwar genau umgekehrt, das heisst der höchste Punkt des Zimmers ist etwa in der Raummitte.
      Also bringe ich meinen Rauchmelder dann 50 cm von diesem Punkt aus an.

      • Lars Inderthal sagt:

        Ja, wobei der Abstand zur Wand (auch zu Lampen usw.) mindestens 50 cm sein müssen.
        Es kann auch die Mitte der schrägen Decke sein.
        Rauchmelder Kinderzimmer

  37. D. E. sagt:

    Ist bei einem Sichtdachstuhl auch eine Montag an der Wand möglich?

    • Lars Inderthal sagt:

      Die DIN 14676 sieht vor: “Rauchwarnmelder sind dauerhaft an der Decke zu befestigen.”
      Ausnahmen sind genannt für Decken mit geringer Festigkeit (z.B. Textildecken) und Flure/Küchen unter 6 m² Grundfläche.

      Eine Abweichung davon kann natürlich in Abhängigkeit von den baulichen Verhältnissen erforderlich werden.
      Bitte beachten Sie aber bei der Wandmontage die Hinweise auf der Seite Auswahl des Montageortes (ganz unten).

  38. Jörg Dycka sagt:

    Wir haben HOlzbalkendecken und im OG einen Sichtdachstuhl mit den Sparren. Alle Balken oder Sparren haben 24 cm Stärke. Wo hängt man nun am Besten den Rauchmelder auf? Zwischen den Balken oder auf der unterseite der Balken? Beim OG mit dem schrägen Dach die gleiche Frage oder ist hier eine Wandanbringunng sinnvoller, allerdings verliert man dann bis zur höchsten Stelle viel Höhe.

    Wie lautet ihr Rat?

    Schöne Grüße Jörg Dycka

    • Lars Inderthal sagt:

      Bei Räumen mit Unterzügen (z.B. auch sichtbare Holzbalken) ist die Anzahl und Anordnung der Rauchwarnmelder abhängig von der Höhe der Unterzüge und von der Fläche der durch die Unterzüge entstanden Felder.
      Die DIN 14676 unterscheidet, ob die Holzbalken höher als 20 cm sind und ob die enstehendenden Deckenfelder zwischen den Balken > 36 m² sind:

      Rauchmelder-Anordnung bei Unterzügen

      Richtig ist in den meisten Fällen, den Rauchmeldern in den Feldern (zwischen den Sparren) anzuordnen.

      Bitte bedenken Sie, dass bei schrägen Decken mit eine Neigung größer 20° (ca. 36 cm auf 1 m) der Rauchwarnmelder 0,50 – 1,00 m unterhalb der Spitze angebracht werden muss, weil sich in der Deckenspitze bei einem Brand ein Wärmepolster bilden kann. Bei pultförmigen Decken (mit einem Anteil waagrechter Decke > 1,00 m) muss der Melder am waagerechten Teil der Decke angebracht werden.

      Rauchmelder-Anordnung bei pultförmigen Decken

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