GdV zum Versicherungsschutz ohne Rauchwarnmelder

15.02.2013 – Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GdV) nimmt in einem Interview Stellung zum Versicherungsschutz im Zusammenhang mit Rauchwarnmeldern:

“Der Versicherer fordert weder ein Einbauzertifikat noch einen Kaufbeleg oder sonst irgendetwas. Die Rauchwarnmelder sind in erster Linie da, Leben zu retten. Das heißt, der Schutz vor Sachschäden ist an dieser Stelle zweitrangig. Der fehlende Rauchwarnmelder müsste für den Brand ursächlich sein, damit es irgendeinen Einfluss auf den Versicherungsschutz hat. Einen solchen Zusammenhang kann man aber in der Regel überhaupt nicht herstellen.”

Quelle: news-aktuell: Pressemappe GdV

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4 Kommentar auf “GdV zum Versicherungsschutz ohne Rauchwarnmelder
  1. Friebertshäuser Jörg sagt:

    Darf ich als Mieter auch selbst Rauchmelder einbauen? Ich wohne in Nrw.

    • Lars sagt:

      Grundsätzlich kann Ihnen niemand verbieten, in Ihrer gemietet Wohnung Rauchwarnmelder einzubauen. Wenn die Übergangsfrist erst in einigen Jahren endet und Ihr Vermieter sich Zeit lässt, bleibt Ihnen eventuell gar keine andere Wahl.
      Aber: Der Vermieter kann irgendwann kommen und seine eigenen Rauchwarnmelder anbringen (lassen). Dann haben Sie zwei Rauchwarnmelder pro Zimmer.

      Sie sollten mit Ihrem Vermieter sprechen, wann er Ihre Wohnung gedenkt auszurüsten und ggf. schriftlich vereinbaren, dass Sie selbst für den Einbau sorgen (wenn Sie das wollen).
      In NRW läuft die Frist zur Nachrüstung am 31.12.2016 ab. Ihr Vermieter sollte also in den nächsten drei Wochen reagieren. Als Druckmittel können Sie ab 01.01.2017 die Bauaufsichtsbehörde über die fehlenden Rauchwarnmelder informieren. Das führt dann zu einem Bußgeld gegen Ihren Vermieter.

  2. Räbiger sagt:

    Die Versicherung hält sich mit Forderungen im Vorhinein zurück, sonst wäre sie in der Pflicht entsprechende Nachlässe zu gewähren.

    Im Schadensfall wird die Versicherung ihre Leistung mit dem Argument kürzen: “Der Versicherungsnehmer hat nicht alle Sorgfalt walten lassen.”

  3. Peter Wachsmuth sagt:

    Der Blickwinkel der Versicherer ist durchaus nachvollziebar und meiner Meinung nach auch richtig. Ich selbst hatte am 24.04.2012 beim Referat Baurecht, Recht des wohnungswesens im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt zu dem Problem einer Wartungsplicht von Rauchwarnmeldern nachgefragt und folgende Antwort erhalten: “Derzeitig gibt es keine bauordnungsrechtlichen Prüfpflichten für Rauchwarnmelder. Die Normen ( DIN) sind keine technischen Baubestimmungen. Auch in den Bauregellisten werden Normen zu Rauchwarnmeldern nicht geführt.”
    Bei allem Verständnis um unsere Gesundheit und Leben stehen doch wieder einmal die zahlreichen Wartungsunternehmen vor den Türen der Vermieter und bieten ihre dringend, notwendigen Dienste an und natürlich sind diese Kosten für den Mieter umlegbar und führen wiedereinmal (siehe auch Trinkwasserverordnung)zur Erhöhung den Wohnnebenkosten.
    Zum Schutz seines Eigentums könnten diese Kosten aber unter Kosten der Instandhaltung (Werterhaltung) abgerechnet werden und damit dem Mieter nicht belasten. Aber dieser Wunsch fällt unter: Absurdistan!
    Wichtig ist aber, Rauchwarnmelder können Leben retten!
    Bleiben Sie gesund.

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