Rauchmelder-Pflicht in Rheinland-Pfalz

Die Fünf-Jahresfrist zur Nachrüstung bestehender Wohnungen mit Rauchwarnmeldern endete am 11. Juli 2012 – seit 12. Juli 2012 müssen auch Bestandswohnungen nachgerüstet sein.

Verantwortlich für den Einbau und die regelmäßige Wartung der Rauchwarnmelder ist in Rheinland-Pfalz der Eigentümer. Wie und wo Rauchwarnmelder montiert und wie sie gewartet werden müssen, regelt die Anwendungsnorm DIN 14676.

Auch wenn keine konkreten Kontrollen vorgesehen sind, sollten Vermieter und Eigentümer ihre Wohnungen bereits ausgestattet haben – oder dies so schnell wie möglich nachholen. Ein Versäumnis wird im Falle eines Brandes mit Personenschaden aller Voraussicht nach strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Darüber hinaus wird die Brandschutzversicherung versuchen, Schadensersatzleistungen zu kürzen.

Es wird empfohlen, Qualitätsrauchwarnmelder mit fest eingebauter Batterie von einem Fachmann montieren und jährlich warten zu lassen. Der Kaufpreis für gute Geräte liegt zwischen 25,- und 30,- Euro pro Gerät zzgl. Montagekosten. Vermieter können die Kosten für die jährliche Wartung (etwa 3,- bis 5,- Euro pro Gerät) auf die Nebenkosten umlegen.

Unser Tipp: Fragen Sie jemanden, der sich wirklich auskennt. Ihr Schornsteinfeger oder ihr Elektriker berät Sie sicher gerne. In vielen Orten hat sich auch mindesten ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr mit dem Thema intensiv beschäftigt und kann Ihnen helfen.

Quelle: Information der Landesregierung vom 05.03.2012 (Download PDF)

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Veröffentlicht unter Rheinland-Pfalz
2 Kommentar auf “Rauchmelder-Pflicht in Rheinland-Pfalz
  1. Friedhelm Kamp sagt:

    Der Vermieter verlangt von mir die Kosten für die Installation der Rauchmelder. Ist das rechtens?

    • Lars Inderthal sagt:

      Nach Landesbauordnung Rheinland-Pfalz ist der Eigentümer (also der Vermieter) für den Einbau der Rauchwarnmelder zuständig. Unter anderem auf der Internetseite Rauchmelder-Lebensretter ist beschrieben, dass die Installationskosten gemäß BGB-Mietrecht durch anteilige Erhöhung der Miete (maximal 11% der Investitionskosten jährlich) umgelegt werden können. Detailliert dargestellt mit Beispielrechnung ist das auch hier.

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